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Faire Kita
Zeichen setzen für eine gute Zukunft

Verständnis für Fairen Handel muss schon bei den Jüngsten geweckt werden. Die Kita in Primstal will deshalb eine „Faire Kita“ werden.
Verständnis für Fairen Handel muss schon bei den Jüngsten geweckt werden. Die Kita in Primstal will deshalb eine „Faire Kita“ werden. FOTO: Ruth Puhl/Kita
Primstal. Was passt besser zu einem Fairtrade-Landkreis, als eine „Faire Kita“? Die Arche Noah in Primstal will mit gutem Beispiel vorangehen.

() Der Landkreis St.Wendel hat sich Anfang des Jahres um die Auszeichnung als Fairtrade-Landkreis beworben. „Als Kindertageseinrichtung leben wir unseren Kindern ebenfalls eine entsprechende Haltung vor“, heißt es in einer Mitteilung der katholischen Kita Arche Noah in Primstal. Ein Bestreben, das die Erzieherinnen im Alltag vorleben. Im frühen Kindesalter, so heißt es, würden Kinder viel und gut lernen. Hier wolle die Kindertageseinrichtung (Kita) in Primstal ansetzen und ihren Kindern lebendig und spielerisch ein Verständnis für gesunde und faire Lebensmittel näher bringen. Darum habe sich die Arche Noah auf den Weg gemacht, eine „Faire Kita“ zu werden.


Einige Nahrungsmittel, die in der Kita gebraucht werden, haben bereits eine lange Reise hinter sich. Andere wachsen direkt vor der Haustür und kommen von dort auf den Tisch und den Speiseplan der Kita Arche Noah: frisches Obst und Gemüse wird angeliefert vom Hofladen Ziegelhütte, in der Küche wird hochwertiges Öl aus der Oberthaler Ölmühle Bruno Zimmer verarbeitet, ihren Honig bezieht die Kita vom Imker vor Ort, Apfelsaft kommt frisch aus der Dorfkelterei über den Obst- und Gartenbauverein. „Hier haben wir den Ansprechpartner in unserer Region und können uns die Produktion vielleicht sogar selbst vor Ort ansehen“ sagt die Leiterin der Kita, Ruth Puhl.

Bei Nahrungsmitteln, die hier nicht wachsen können und deshalb von weit herkommen, lege die Kita-Leitung Wert darauf, dass die Menschen, die die Lebensmittel anbauen und ernten, gerecht für ihre Arbeit entlohnt werden. „Deshalb kauft die Arche Noah fair gehandelte Produkte wie den Fairtrade-Kaffee für Elternveranstaltungen, fair gehandelte Fruchtsäfte für das Frühstücksbuffet oder aber fair gehandelten Reis und Kokosöl aus fernen Ländern für den Mittagstisch“, erläutert Puhl.

Aber nicht nur im Bereich der Nahrungsmittel sei der Name der Kindertageseinrichtung Programm, denn die Arche Noah achte auch in anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit: das Mal- und Druckerpapier ist ein Recyclingprodukt und die Turnbeutel der Kinder werden aus fair gehandelter Baumwolle selbst gestaltet. Puhl abschließend: „Es gibt noch viel zu tun, aber jede Veränderung beginnt mit einem ersten kleinen Schritt.“ Den wolle die Kita Arche Noah Primstal gemeinsam mit Kindern und Eltern gehen, um als erster Fairer Kindergarten im Landkreis St. Wendel ein Zeichen zu setzen für eine gute Zukunft der Kinder.

In der Arche Noah in Primstal möchte man den Kindern Nachhaltigkeit in möglichst vielen Bereichen vorleben.
In der Arche Noah in Primstal möchte man den Kindern Nachhaltigkeit in möglichst vielen Bereichen vorleben. FOTO: Ruth Puhl/Kita