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| 21:20 Uhr

Wo viele Geheischnis finden sollen

Sie soll zum Treffpunkt der Menschen in der Gemeinde werden, die ehemalige Villa Straub in Nonnweiler. 815 000 Euro haben Land und Kommune in das Gebäude investiert und daraus ein Mehrgenerationenhaus gemacht. Am Donnerstag wurde dieses eröffnet. Von SZ-Redakteur Volker Fuchs

Nonnweiler. Nein, ein Mehrgenerationenhaus ist keine Wohngemeinschaft, in der jung und alt unter einem Dach zusammenleben. Ein Mehrgenerationenhaus ist eine Anlaufstelle von Menschen jeden Alters, ein Treffpunkt, ein Raum für Veranstaltungen für alle Bürger. Seit Donnerstagabend hat die Gemeinde Nonnweiler offiziell ein solches Mehrgenerationenhaus, das erste und einzige im Landkreis St. Wendel. Entstanden ist es in der ehemaligen Villa Straub, direkt neben dem Rathaus."Das Mehrgenerationenhaus ist ebenso wie unser 2005 gegründetes Bündnis für Familie eine innovative Antwort auf die demographischen Herausforderungen", sagte Nonnweilers Bürgermeister Hans-Uwe Schneider vor zahlreichen Gästen bei der Eröffnung. Und weiter: "Mehrgenerationenhäuser sind auf Gemeinschaft der Generationen, der Nachbarschaft oder der lokalen Gesellschaft hin angelegt, denn nur im Miteinander der Generationen kann soziales Wachstum entstehen."815 000 Euro hat das Mehrgenerationenhaus laut Schneider gekostet. 95 000 Euro mussten für den Kauf der Villa aufgebracht werden, 720 000 Euro für den Umbau. Das Land hat das Projekt mit 530 000 Euro bezuschusst, die Gemeinde trägt 285 000 Euro. Der Bürgermeister: "Aus dem heruntergekommenen Gebäude ist ein Schmuckstück entstanden."Zum laufenden Betrieb gibt die Bundesregierung, auf deren Initiative die Mehrgenerationenhäuser in Deutschland zurückgehen, fünf Jahre lang einen jährlichen Zuschuss von 40 000 Euro. Seit 1. April hat das Mehrgenerationenhaus seine Arbeit in der Villa aufgenommen. Zurzeit laufen schon 15 verschiedene Angebote, vom offenen Treff in der Kaffeeküche über die Mütterberatung bis hin zum Handarbeitskreis. Ab dem 1. Juni übernimmt Julia Hornetz die Leitung des Hauses."Dieses Haus ist eines der wichtigsten Projekte in der Gemeinde in den vergangenen Jahren", sagte Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Hier entstehe ein Treffpunkt der Generationen, so die Ministerin. Das Besondere in Nonnweiler: Hier sei das erste Mehrgenerationenhaus im ländlichen Raum entstanden und das erste in Trägerschaft einer Kommune. Das schöne Gebäude bilde einen guten Rahmen, entscheidend sei nun die inhaltliche Arbeit. Kramp-Karrenbauer überreichte stellvertretend für den Bund das Schild "Mehrgenerationenhaus".Dass sich im Mehrgenerationenhaus eine neue Form der Großfamilie entwickelt, in der jeder jeden unterstützt, das wünschte Kreisbeigeordneter Ralph Dörr in seiner Ansprache: "Mögen hier viele Menschen ihr Geheischnis finden."300 Quadratmeter Nutzfläche sind in der Villa Straub in drei Etagen entstanden. Das sagte Architekt Rüdiger Haupenthal. Im November 2008 habe der Umbau begonnen, nach zehn Monaten sei man im Inneren fertig gewesen. Zwei Monate habe man in diesem Jahr für die Außenarbeiten gebraucht. Kernstück des Hauses ist die Kaffeeküche samt Veranstaltungsraum. Im Untergeschoss ist die Tourist-Info der Gemeinde untergebracht. Im Obergeschoss können Büroräume auch von der Verwaltung genutzt werden. Nach den Reden konnten die Gäste bei einem Rundgang die Sanierung selbst in Augenschein nehmen. Die musikalische Umrahmung am Klavier hatte Christina Rausch übernommen.