| 23:30 Uhr

Übung
Die Übung lief wie am Schnürchen

Zur Abschirmung der Gebäude wurden Düsenschläuche eingesetzt.
Zur Abschirmung der Gebäude wurden Düsenschläuche eingesetzt. FOTO: Ralf Hirsch/Diehl Defence
Bierfeld. Werkfeuerwehr Diehl Defence und Einheiten der Feuerwehr im Übungseinsatz: In einer Halle war Feuer ausgebrochen. Von red

Die Firma Diehl Defence betreibt auf dem Maasberg bei Bierfeld Anlagen zur Herstellung und Verarbeitung von Explosivstoffen. Für mögliche Ereignisse, die sich zu einem Störfall entwickeln können, bestehen Alarm- und Gefahrenabwehrpläne in enger Abstimmung mit Behörden und Katastrophenschutz. Jetzt stand wieder eine Gemeinschaftsübung der speziell ausgebildeten Werkfeuerwehr und der in den Alarmplan eingebundenen Einheiten der Feuerwehr auf dem Programm.


Übungssituation: In einer Fertigungshalle war Feuer ausgebrochen. Angesichts der extremen Trockenheit drohte sich der Brand rasch auf benachbarte Gebäude und den angrenzenden Wald auszubreiten. Es befanden sich keine Personen im Gebäude.

Neben der auf dem Maasberg stationierten Werkfeuerwehr waren die Löschbezirke Bierfeld, Nonnweiler und Sitzerath einzubeziehen, ebenso das beim Löschbezirk Prims­tal stationierte Einsatzleitfahrzeug (ELW 1). Die sorgfältige Lageerkundung durch die Werkfeuerwehr ergab, dass der Brand im rückwärtigen Gebäudeteil ausgebrochen war. Mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6) begaben sich die Helfer zur rechten Seite des Gebäudes. Zwei Trupps gingen unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung und Sicherung vor. Inzwischen trafen die externen Einheiten nach und nach ein. Der Löschbezirk Bierfeld unterstützte mit seinem Staffellöschfahrzeug (StLF 10) die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs (TLF 24/50) der Werkfeuerwehr bei der Abschirmung der Nachbargebäude und stellte zwei Atemschutztrupps zur Reserve. Währenddessen besorgte die Mannschaft des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 20) aus Nonnweiler von einer Anhöhe aus mittels Dachmonitor und B-Strahlrohr als zusätzlichem Wasserwerfer die Abschirmung des angrenzenden Waldes. Die gleiche Aufgabe hatte der Löschbezirk Sitzerath mit seinem Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) am höchsten Punkt des Geländes. Die Besatzung des Gerätewagens „Logistik“ (GW-L 1) aus Nonnweiler schirmte mit zwei Rohren den Wald von unten aus entgegengesetzter Richtung ab. Zwischenzeitlich machte die Mannschaft des Gerätewagens „Gefahrgut“ (GW-G 2) Nonnweiler im Bereich der Einsatzstelle Schadstoffmessungen, gab aber nach einiger Zeit Entwarnung.



Die Besatzung des Einsatzleitfahrzeugs (ELW 1) hatte die zentrale Lagedarstellung und die Koordination des Funksprechverkehrs übernommen. Hier ging bald die finale Meldung „Brand vollständig gelöscht“ ein. Ein Feuerwehrmann war im Einsatz gestürzt und musste mit leichten Verletzungen vom Sanitätsdienst versorgt werden. Mit Überdrucklüftern wurde das Gebäude rauchfrei geblasen.

In der abschließenden Besprechung stellten Standortleiter Udo Bosler und Gemeindewehrführer Frank Feid fest, dass die Zusammenarbeit zwischen 70 internen und externen Einsatzkräften wieder gut geklappt hatte. Das Übungsziel sei erreicht worden.

Übung erfolgreich absolviert und bestens für einen möglichen Ernstfall gerüstet: die Mannschaft der Werkfeuerwehr der Firma Diehl Defence.
Übung erfolgreich absolviert und bestens für einen möglichen Ernstfall gerüstet: die Mannschaft der Werkfeuerwehr der Firma Diehl Defence. FOTO: Ralf Hirsch/Diehl Defence