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Fußball-landesliga
Schwappt am Sonntag der Bostalsee über?

Luca Schmidt von der SG Bostalsee ist mit 33 Saisontreffern der beste Torjäger der Landesliga. Holt er jetzt mit der SG auch die Meisterschaft?
Luca Schmidt von der SG Bostalsee ist mit 33 Saisontreffern der beste Torjäger der Landesliga. Holt er jetzt mit der SG auch die Meisterschaft? FOTO: Horst Peter
Bosen. Die SG Bostalsee kann am Sonntag den Titel in der Fußball-Landesliga einfahren. Mit einem Heimsieg gegen Lebach-Landsweiler II. Sollte Bostalsee patzen, kann der TuS Nohfelden noch Meister werden. Von Philipp Semmler

Die SG Bostalsee hat schon eine Hand an der Meisterschale. An diesem Sonntag (ab 15 Uhr) kann der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga Nord mit einem Heimsieg gegen die SG Lebach-Landsweiler II den Titelgewinn in der Landesliga perfekt machen. „Wir waren in den vergangenen elf Wochen fast immer Tabellenführer, jetzt wollen wir es auch nach dem letzten Spieltag sein“, sagt SG-Spielertrainer Thomas Holz.


Mit einem 1:0-Sieg im Derby vor 700 Zuschauern bei der SG Neunkirchen-Selbach verteidigte Bostalsee am vergangenen Samstag seine Pole-Position im Titelrennen. Durch den Erfolg blieb Bostalsee nicht nur selbst oben, sondern schüttelte auch einen der vielen Verfolger im Kampf um die Meisterschaft ab. Hätte Neunkirchen-Selbach gewonnen, wäre das Team von Trainer Georg Müller punktgleich mit Bostalsee gewesen. So hat Neunkirchen-Selbach keine Chance mehr auf den Aufstieg.

Allerdings gibt es auch vor dem letzten Spieltag noch drei Teams, die Spitzenreiter Bostalsee auf den Fersen sind. Von diesen kann aber nur noch der TuS Nohfelden (Zweiter, ein Punkt weniger als Bostalsee) die Holz-Elf von Rang eins verdrängen. Der Tabellendritte SV Wustweiler und der Vierte, SG Dirmingen-Berschweiler, haben drei Punkte weniger als der Ligaprimus. Das heißt, dass der SV und die SG nur bei einer Niederlage von Bostalsee noch nach Punkten mit dem Ersten gleichziehen können. Sollten zwei oder drei Teams punktgleich auf Rang eins landen, würde es ein oder mehrere Entscheidungsspiele geben.



Der TuS Nohfelden ist am Sonntag um 15 Uhr im direkten Verfolger-Duell bei der SG Dirmingen-Berschweiler (Spielort: Berschweiler) zu Gast. Mit einem Sieg könnte der TuS Rang zwei klar machen. Der berechtigt zu einem Entscheidungsspiel gegen Einöd-Ingweiler um den Aufstieg.

„Ich glaube nicht, dass wir Bostalsee noch überholen“, sagt Nohfeldens Trainer Sascha Freytag. „Bei Lebach II dürfen einige Spieler nicht mehr ran, weil sie zu viele Einsätze in der ersten Mannschaft haben. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass sie in Bosen etwas holen.“

Trotzdem will der TuS in Berschweiler unbedingt gewinnen. „Mit Aufstiegsspielen haben wir ja viel Erfahrung“, erklärt Freytag und lacht. 2013 schaffte Nohfelden in der Aufstiegsrunde der Kreisliga-Vizemeister den Sprung in die Bezirksliga. Im vergangenen Juni stieg der Club in der Aufstiegsrunde der Bezirksliga-Vizemeister in die Landesliga auf.

In Berschweiler zu bestehen, könnte für den TuS aber ganz schwer werden. Denn die Gastgeber sind richtig gut drauf. 22 von 24 möglichen Punkten holte das Team von Spielertrainer Patrick Beia aus den letzten acht Begegnungen – und das obwohl viele Spieler den Club nach dem Runden-Ende verlassen. „Einige haben wegen der vielen Abgänge befürchtet, dass wir in der zweiten Saisonhälfte nach unten abrutschen würden“, berichtet Spielertrainer Beia. „Aber genau das Gegenteil war der Fall. Das spricht für den Charakter der Truppe.“