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Fußball
VfL Primstal stellt Negativrekord auf

Primstal. Fußball-Saarlandligist kassiert mit dem 1:3 in Herrensohr siebte Niederlage in Folge. Spielausschuss sieht aber auch viel Positives. Von Frank Faber

Es nimmt einfach kein Ende: Sieben Niederlagen am Stück bedeuten Negativrekord in der Historie des VfL Primstal, hat der Spielausschuss-Vorsitzende Dieter Jochum herausgefunden. Am Samstag musste sich der Fußball-Saarlandligist mit 1:3 (0:1) beim Tabellen-Sechsten TuS Herrensohr geschlagen geben und belegt mit 17 Punkten den 13. Tabellenplatz. „Wir sind im Abstiegskampf angekommen. Der Ernst der Lage ist uns bewusst, aber wir werden ruhig bleiben“, kündigte Jochum an.


Grund zum Optimismus gibt ihm trotz einer wochenlangen Pannenserie der gute Auftritt des Teams in Herrensohr. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss Gas gegeben“, sagte der Spielausschussvorsitzende. Das habe ihm imponiert.

Dass es wieder nicht zum Punktgewinn reichte, lag an der ungenügenden Chancenverwertung. Und die wurde wieder einmal prompt bestraft: Zunächst scheiterte Pascal Limke aus aussichtsreicher Position an TuS-Schlussmann Marc Mildau – und im Gegenzug köpfte Manuel Schuck Herrensohr mit 1:0 in Führung (10. Minute). Nach einer Stunde versemmelte Steffen Backes per Kopf die Möglichkeit zum Ausgleich. Beim Gegenangriff attackierte Schuck zunächst den Primstaler Karsten Rauber regelwidrig, ehe er seinen Alleingang mit dem 2:0 abschloss (61.). „Das war vorher ein klares Stürmerfoul“, monierte Jochum.



Dafür griff der Unparteiische später bei Raubers Einsteigen durch und stellte den Primstaler mit der Roten Karte vom Platz. Den folgenden indirekten Freistoß versenkte Marc Hümbert zum 3:0 (68.) für Herrensohr. „Aber auch in Unterzahl hat die Mannschaft nicht den Kopf hängen lassen, sondern sie hat weiter nach vorne gespielt“, lobte Jochum. Sieben Minuten vor Schluss verkürzte Steffen Haupenthal durch einen Foulelfmeter auf 1:3. Mehr als Ergebniskosmetik war das allerdings nicht.

„Insgesamt hat die Leistung gestimmt, nur im entscheidenden Moment hat dann wie zuletzt so oft einfach das Tor gefehlt“, fasste Trainer Andreas Caryot die Präsentation seiner Mannschaft zusammen.

In der Winterpause wird der VfL an neun Hallenturnieren teilnehmen und ab Ende Januar in die Vorbereitung für die Restserie starten. „Im März beginnen wir direkt mit den zwei wichtigen Heimspielen gegen Quierschied und Ottweiler-Steinbach“, blickte Jochum voraus.