| 20:13 Uhr

Fußball
In Primstal wachsen die Sorgenfalten

Kein Durchkommen: Die Mettlacher Patrick Abrusnikow (links) und Fabian Theobald nehmen Primstals Pascal Limke in die Zange.
Kein Durchkommen: Die Mettlacher Patrick Abrusnikow (links) und Fabian Theobald nehmen Primstals Pascal Limke in die Zange. FOTO: B&K / Bonenberger/
Primstal. Von Frank Faber

Fußball-Saarlandligist VfL Primstal hat seine sechste Niederlage in Folge eingesteckt. Am Samstag unterlag das Team von Trainer Andreas Caryot vor 250 Zuschauern im Heimspiel dem SV Mettlach mit 1:2 (0:0). Mit 17 Punkten belegt Primstal nun Platz 13 in der Tabelle. Für den VfL-Vorsitzenden Alwin Arm ein triftiger Grund, sich Sorgen zu machen. „Wenn wir jetzt in Herrensohr nichts holen, befinden wir uns über die Winterpause dicht an den Abstiegsplätzen“, weiß Arm.


Vor einer Woche hatte der Verein den Vertrag mit Trainer Caryot um ein Jahr verlängert. Das davon erhoffte Zeichen blieb aber aus. Dafür ging die Angst um. „Die Spieler haben die Angst an den Füßen hängen“, beobachtete der Vereinschef.

Dagegen zeigt die Formkurve beim SV Mettlach weiter nach oben. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir mehr Spielanteile hatten“, meinte Trainer Holger Klein nach dem vierten Sieg in Folge.



Bis zum Seitenwechsel war die Partie allerdings ausgeglichen. Einen Weitschuss von Tobias Zimmer lenkte SVM-Schlussmann Damir Becker mit den Fingerspitzen zur Ecke ab (15. Minute). Sein Gegenüber Simon Holz fuhr zweimal blitzschnell den Fuß aus und parierte die Abschlüsse von Alexander Riga (23.) und Aleksandar Cucukovic (43.).

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Mettlach den Führungstreffer. Fabian Theobald traf aus sechs Metern zum 1:0. „Von uns kam einfach zu wenig, es fehlte der Mut. Unsere Leistungsträger waren nicht in der Lage, gefährliche Aktionen zu initiieren. Nur drei Torchancen im ganzen Spiel, mehr war nicht zu erkennen“, haderte Arm.

Vor allem im Angriff agierte der VfL zu zögerlich und ohne Durchschlagskraft. Mettlachs Innenverteidiger Patrick Abrusnikow und Patrick Heintz mussten so kaum brenzlige Situationen löschen. Nur einmal brannte es im zweiten Durchgang lichterloh vor dem Kasten. In Rücklage jagte der eingewechselte Lukas Zimmer den Ball nach präzisem Querpass von Tobias Scherer über das Tor (62.). Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfL seine Defensive bereits gelockert und wurde klassisch ausgekontert. Absolut clever lief Abrusnikow ein Zuspiel ab, sein Pass zu Felix Klemmer hebelte die aufgerückten Primstaler aus. Klemmer nutzte den Freiraum, servierte für Matthias Schäfer, der zum 2:0 (68.) einschob.

Anschließend machte der SVM die Räume eng und kontrollierte das Geschehen. Für Treffer Nummer drei reichte es nicht mehr, weil Holz den platzierten 16-Meter-Schuss von Sven Schwindling an den Pfosten lenkte. Wenigstens mit einem Erfolgserlebnis beendete der VfL die Partie. Steffen Haupenthal traf in der 90. Minute aus 25 Metern genau in den Torwinkel, danach pfiff der Schiedsrichter sofort die Partie ab. Am Samstag, 14.30 Uhr, muss der VfL beim Sechsten TuS Herrensohr punkten, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu geraten.