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Fußball-saarlandliga
Köllerbach versaut Primstal die Kirmes

Der Primstaler Sebastian Cullman findet den Weg durch die beiden Köllerbacher Sascha Fess (links) und Basel Haj Mohammad. Insgesamt aber war Primstal im Spiel nach vorne viel zu harmlos.
Der Primstaler Sebastian Cullman findet den Weg durch die beiden Köllerbacher Sascha Fess (links) und Basel Haj Mohammad. Insgesamt aber war Primstal im Spiel nach vorne viel zu harmlos. FOTO: B&K / Bonenberger/
Primstal. Fußball-Saarlandliga: VfL verliert zu Hause mit 0:1 und fällt in der Tabelle auf Rang 13 zurück. Von Frank Faber

Fünf Jahre ist es her, da stand Primstal auf dem Kopf. Im Kirmesspiel hatte der VfL die Sportfreunde Köllerbach mit 7:2 vom Kunstrasen gefegt. Am vergangenen Samstag schlichen hingegen die Saarlandliga-Kicker des VfL mit hängenden Köpfen vom Spielfeld – nach einer 0:1-Heimniederlage vor 600 Zuschauern gegen den Vierten Köllerbach. In der 82. Spielminute erzielte der kurz zuvor eingewechselte Valentin Solovej aus spitzem Winkel den 1:0-Treffer für die Gäste. „Das hat er genial gemacht. Aus dem Nix erzielt er ein Tor“, meinte VfL-Trainer Andreas Caryot.


Diese Mentalität, die einen Torjäger auszeichnet, vermisst er derzeit bei seinen Kickern. Seit drei Partien wartet der VfL bereits auf einen Treffer und Punktgewinn. „Wir haben jetzt gegen drei Mannschaften verloren, die in der Tabelle da stehen, wo wir hinwollen. Gegen solche Konkurrenten muss man einfach seine Spiele gewinnen“, haderte der Trainer.

Doch wie schon gegen Eppelborn und Elversberg II agierte Primstal im Aufeinandertreffen mit Köllerbach im Angriff viel zu harmlos. „Wir konnten keine Durchschlagskraft entwickeln“, fand Caryot. Bei der einzigen Torchance nach einer halben Stunde suchte Tim Roob aus elf Metern nicht selbst den Abschluss. „Dass wir uns die Möglichkeit herausgespielt haben, ist die einzige Sache, an der ich mich hochziehen kann“, sagte der 49-Jährige enttäuscht.



Nach dem Seitenwechsel drängte Köllerbach deutlich mehr auf den Führungstreffer als der VfL. „Wir haben in der Phase die Bälle zu schnell wieder zurückgegeben, es hat meiner Mannschaft an Stabilität und Souveränität gefehlt“, erklärte Caryot.

Immerhin schaffte es die VfL-Defensive, den Köllerbacher Stürmer Yannick Nonnweiler lange Zeit abzumelden und brenzlige Situationen im Strafraum rechtzeitig zu bereinigen. Dies jedoch nur, solange der mit einer Bauchmuskelzerrung gehandicapte Solovej noch auf der Bank saß. Durch die 0:1-Niederlage ist der VfL mit zehn Zählern auf Platz 13 gelandet und muss den Blick ernsthaft nach hinten richten. Am nächsten Sonntag geht es zum punktgleichen Aufsteiger SV Rohrbach.