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Gemeinderat
Peterberg: Rodeln wird teurer

Den Peterberg hinunterrasen – das ist ab Ostersonntag wieder möglich.
Den Peterberg hinunterrasen – das ist ab Ostersonntag wieder möglich. FOTO: B&K- Fotograf Bonenberger
Braunshausen. Von Sarah Konrad

Wer künftig die Sommerrodelbahn auf dem Peterberg hinunterrasen will, muss tiefer in die Tasche greifen. Der Nonnweiler Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zugestimmt, die Preise zu erhöhen. Dazu ein paar Beispiele: Kostete eine Fahrt bisher drei Euro, müssen Gäste dafür nun 3,20 Euro zahlen. Der Preis für vier Fahrten erhöht sich von elf auf zwölf Euro. Zehn Fahrten kosten 26,50 Euro, vorher waren es 24 Euro. Gruppen zahlen 20 Cent pro Fahrt mehr, also werktags statt zwei Euro nun 2,20 Euro. Kinder bis sechs Jahre dürfen auf der Bahn weiterhin umsonst rutschen. Die Gebührenerhöhung ist laut Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos) nötig, um zwischenzeitlich gestiegene Kosten auszugleichen und die negativen Betriebsergebnisse zu reduzieren. Im Jahr 2017 hat das Freizeitzentrum mit einem Defizit von 30 000 Euro abgeschlossen. Im laufenden Jahr rechnet die Gemeindeverwaltung mit einem Verlust von 108 000 Euro.


Die CDU-Fraktion im Rat hat die Preiserhöhung abgelehnt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht könne sie diesen Schritt zwar nachvollziehen, sagte ihr Sprecher Christian Braun. Er plädierte aber dafür, „dass man nicht immer zuerst die Gebührenschraube im Blick  haben darf“. Die CDU forderte eine externe Untersuchung, die Lösungswege aufzeigt, um das Freizeitzentrum zu einem profitablen Eigenbetrieb zu machen.

In den vergangenen Jahren sei viel investiert worden, etwa in den Druidenspielplatz. Dadurch sollten eine längere Verweildauer und zusätzliche Fahrten auf der Rodelbahn erzielt werden. „Richtig ausgezahlt haben sich diese Maßnahmen bisher aber nicht, die roten Zahlen sind weiterhin da“, sagte Braun. Eine Erhöhung der Fahrpreise werde daran nichts ändern.

Der Bürgermeister widersprach: Der Druidenspielplatz habe dafür gesorgt, dass die Besucher mehr Zeit in der Gastronomie verbringen. Sie habe 2017 ein Plus von 1450 Euro gebracht. Für das schlechte Gesamtergebnis sei die Sommerrodelbahn verantwortlich. Diese sei zwar ausgelastet, schloss 2017 aber mit einem Defizit von 126 000 Euro. Den Grund dafür sieht Barth beim
Wetter: „Wir hatten 2017 deutlich weniger Betriebstage als die Jahre davor.“