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Nonnweilerer haben größte Auswahl

Die Kommunalwahl 2004 brachte in der Gemeinde Nonnweiler neue Mehrheitsverhältnisse. Die SPD, seit 1979 an der Macht, verlor einige Monate nach der Niederlage bei der Urwahl des Bürgermeisters auch die Mehrheit im Gemeinderat. Die CDU kam im Juni 2004 auf 46,2 Prozent, legte um 7,3 Prozentpunkte zu. Die SPD rutschte auf 43,9 Prozent, verlor 9,3 Prozentpunkte Von SZ-Redakteur Volker Fuchs

Die Kommunalwahl 2004 brachte in der Gemeinde Nonnweiler neue Mehrheitsverhältnisse. Die SPD, seit 1979 an der Macht, verlor einige Monate nach der Niederlage bei der Urwahl des Bürgermeisters auch die Mehrheit im Gemeinderat. Die CDU kam im Juni 2004 auf 46,2 Prozent, legte um 7,3 Prozentpunkte zu. Die SPD rutschte auf 43,9 Prozent, verlor 9,3 Prozentpunkte. Dritte Kraft in Nonnweiler ist die Freie Wählergemeinschaft mit 8,7 Prozent und einem Plus von 0,9 Prozentpunkten.Bei der Sitzverteilung sieht es in Nonnweiler zurzeit so aus: Die CDU hat 13 Sitze, die SPD zwölf und die FWG zwei. CDU und FWG haben sich zusammengetan und stellen die Mehrheit im Rat.Ob sie ihre Arbeit fortsetzen werden, ob es andere Mehrheiten geben wird, darüber entscheiden die 7550 Wahlberechtigten am Sonntag, 7. Juni, bei der nächsten Kommunalwahl. Die Wahrscheinlichkeit, dass im künftigen Gemeinderat mehr als drei Parteien vertreten sein werden, ist hoch. Denn in Nonnweiler bewerben sich mit CDU, SPD, FWG, FDP, Grünen und Linken sechs Parteien um Sitze im Gemeinderat, so viele wie in keiner anderen Kommune des Landkreises St. Wendel. Und da der Gesetzgeber die Fünf-Prozent-Hürde auf kommunaler Ebene abgeschafft hat, wachsen die Chancen kleinerer Gruppierungen, Sitze und Stimmen im Rat zu bekommen.In den vergangenen Jahren hat sich einiges in Nonnweiler getan: Das Gewerbegebiet Münzbachtal, eine Millionen-Investition, ist fertig. Die Mehrzweckhalle Primstal und weitere öffentliche Gebäude sind saniert. Das Mehrgenerationenhaus in Nonnweiler wird dieser Tage eröffnet. Nach langer Verzögerung öffnete 2006 das Naturbad in Primstal, wird seitdem rege genutzt. Über viele Projekte und Vorhaben hat der Gemeinderat kontrovers diskutiert und gestritten. Zum Beispiel über den Ausbau des Kasteler Pfarrheimes.Schaut man auf die Ziele der Parteien für die kommenden Jahre, so wollen sie alle die Wirtschaft fördern und so für mehr Arbeitsplätze sorgen. Wobei es natürlich unterschiedliche Schwerpunkte gibt. Mehr zu den Zielen und den Kandidaten in Nonnweiler finden die SZ-Leser auf dieser Seite.




Auf einen BlickDie Spitzenkandidaten der Parteien für den jeweiligen Ortsrat:Bierfeld: CDU: Hermann Maurer, SPD: Thomas Lauer.Braunshausen: CDU: Stephanie Schon, SPD: Günter Straub.Kastel: CDU: Joachim Hahn, SPD: Magnus Jung.Nonnweiler: CDU: Thomas Leidinger, SPD: Winfried Scherer, FWG: Peter Hübner.Otzenhausen: CDU: Julia Peter, SPD: Guido Giebel.Primstal: CDU: Alexander Schweitzer, SPD: Kurt Rech.Schwarzenbach: CDU: Jochen Kaufmann, SPD: Manfred Bock.Sitzerath: CDU: Alfred Schmitt, SPD: Sabine Marmitt-Glass, FDP: Michael Lukas. vf