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Neujahrsempfang
Gemeinschaftsgeist schafft mehr Lebensqualität

Primstal. Beim Neujahrsempfang in Primstal dankte Ortsvorsteher Kurt Rech vor allem den ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz. Von red

Kurt Rech, Ortsvorsteher von Primstal, hielt bei einem Neujahrsempfang vor Vertretern der 40 örtlichen Vereine, Organisationen, Räten und Bürgern einen Rückblick auf das Jahr 2018 und erläuterte seine Vorstellungen für die Zukunft des Dorfes. Mit dieser Veranstaltung wollte der Ortsvorsteher den Menschen danken, die sich beruflich, vor allem aber ehrenamtlich für die Bevölkerung einsetzen und so die Lebensqualität des Ortes steigern. Laut Rech lockten 25 größere, zum Teil mehrtägige Veranstaltungen Teilnehmer und Besucher an. Die Heimspiele des VfL waren Zuschauermagnete. Die Tischtennisfreunde und Volleyballer luden zu Dorfturnieren, die vor allem von jüngeren Bürgern genutzt wurden.


Im abgelaufenen Jahr wurden von der Gemeinde zahlreiche Investitionen in Primstal getätigt. An einigen Projekten ist die Teilnehmergemeinschaft maßgeblich beteiligt. Die Vereine, Gruppen und Organisationen engagierten sich nicht allein im Vereinszweck, sondern auch in hohem Maß für die Unterhaltung und Verbesserung von Einrichtungen, Gebäuden und Maßnahmen zur Pflege der Kameradschaft.

Eine große Gemeinschaftsleistung, die 2018 begonnen wurde, so Rech, sei die Renovierung der alten Friedhofskapelle. Bisher wurden 762 ehrenamtliche Arbeitsstunden an der Kapelle geleistet. Dazu kommen viele Stunden der Planung, Beratung und Einkäufe.



Kurt Rech lobt die Reservistengemeinschaft, die das Mahnmal in Mühlfeld und das steinerne Wegekreuz am Handenberg pflegt. Er hob die Bedeutung der Arbeit einiger Mitbürger für die Integration der Flüchtlinge und Asylanten in Primstal hervor. Die Attraktivität des Wohnortes spiegele sich in dem relativ geringen Bevölkerungsschwund von 1,9 Prozent in den vergangenen sechs Jahren wider, ist sich der Ortsvorsteher sicher. Die Sterberate läge innerhalb der Bevölkerung durchschnittlich zwischen 30 und 40 Prozent über der Geburtenrate.

Bürgermeister Franz-Josef Barth betonte seine Absicht, Primstal zu einem zweiten Schwerpunkt, einem südlichen Pol in der Gemeinde zu entwickeln. Ein erster Schritt sei die gemeinsame Einladung von Barth und Kurt Rech zu einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 20. Februar, in die Mehrzweckhalle. Die Studentin Julia Mörsdorf wird ihre Masterarbeit vorstellen, die sich mit der strukturellen Entwicklung des ländlichen Raumes am Fallbeispiel „Primstal“ beschäftigt.