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Nationalpark
Neues Konzept für den Umgang mit Fichten

Die Mitglieder des Nationalparkbeirats.
Die Mitglieder des Nationalparkbeirats. FOTO: Soeren Sturm/Nationalparkamt
Nonnweiler. Ein breites Themenspektrum aus den Bereichen Naturschutz, Waldumbau, Wegeplanung und Regionalentwicklung wurde im November in der zweiten Sitzung des Nationalparkbeirats behandelt.

So berichtete Sören Sturm, Leiter der Abteilung Umweltbildung, Naturerleben und Kommunikation im  Nationalparkamt, von Erfolgen bei der Gewinnung von Partnerbetrieben und deren Zertifizierung nach ökologischen Kriterien. Amtsleiter Harald Egidi stellte ausführlich den Umgang mit Fichten im Nationalpark dar.



Das sehr differenzierte Konzept, das sich klar an fachlichen Kriterien für einen Waldumbau orientiert, wurde vom Beirat einhellig begrüßt. „Wenn es nicht erforderlich ist, sollten auch Fichten nicht gefällt werden, da sie als alte Bäume und als Totholzlieferenten eine nicht unbedeutende Rolle für die Biodiversität spielen“, erläutert die Beiratsvorsitzende Sabine Yacoub. Besondere Gründe zur Entnahme von Fichten könnten etwa der Schutz angrenzender Fichtenbestände außerhalb des Nationalparks vor Borkenkäferbefall oder auch Moorrenaturierungen sein, so die Einschätzung der Beiratsvorsitzenden.

„Da im Nationalpark natürliche Prozesse im Sinne des Prozessschutzes ungestört ablaufen sollen, wird der Wald nicht mehr bewirtschaftet. Demzufolge dürfen auch Aspekte der Holznutzung keine ausschlaggebende Rolle spielen, wenn über den Umgang mit Fichten entschieden wird“, ergänzt Yacoub.