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Feuerwehr
Primstaler Feuerwehr stellt neuen Rüstwagen vor

Der neue RW-Logistik der Feuerwehr in Primstal. Seit 30. Juni ist er schon da, jetzt wird er offiziell vorgestellt. Der Laster soll im ganzen Kreis zum Einsatz kommen.
Der neue RW-Logistik der Feuerwehr in Primstal. Seit 30. Juni ist er schon da, jetzt wird er offiziell vorgestellt. Der Laster soll im ganzen Kreis zum Einsatz kommen. FOTO: Manfred Koch/Gemeinde Nonnweiler
Primstal. Die Besucher des Tags der offenen Tür bei der Wehr können den starken Lastwagen ganz besonders unter die Lupe nehmen. Von red

Am 30. Juni nahm die Feuerwehr in Primstal den neuen Rüstwagen RW-Logistik in Empfang. Nun erfolgte die offizielle Übergabe mit Einsegnung des Fahrzeugs beim Tag der offenen Tür. Pfarrer Hans-Ludwig Leininger spendete dem neuen Einsatzfahrzeug den kirchlichen Segen.


Der neue RW-Logistik sei für den kreisweiten Einsatz vorgesehen. Er werde in Primstal stationiert und vom dortigen Löschbezirk betreut, erklärte Nonnweilers Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos) in seiner Ansprache. Der in Primstal beheimatete Rüstwagen ist einer von vieren im Landkreis St. Wendel stationierten oder geplanten. Jedes der Fahrzeuge ist speziell ausgerüstet, kommt kreisweit zum Einsatz und muss somit nur einmal im Landkreis vorgehalten werden. Der Primstaler Rüstwagen sei für schwere technische Hilfeleistung vorgesehen, zum Beispiel bei Lkw- oder Busunfällen, erläuterte Barth. Entsprechend sei das Fahrzeug mit einem speziellen leistungsfähigen Abstütz- und Stabilisierungssystem ausgestattet. Mittels Rollcontainer könne der Lastwagen aber auch zügig umbeladen und als Rüstwagen für allgemeine Technische Hilfeleistung eingesetzt werden.

Adäquat zur Aufgabenverteilung ergibt sich die Finanzierung des Fahrzeugs: 80 Prozent der Fahrgestell- und Aufbaukosten wurden über den Landkreis durch die Feuerschutzsteuer finanziert. Die übrigen 20 Prozent übernahm die Gemeinde. Für Fahrgestell und Aufbau waren 250 000 Euro veranschlagt; die tatsächlichen Kosten beliefen sich nach Angaben der Nonnweiler Gemeindeverwaltung auf 253 344 Euro, weshalb Bürgermeister Barth von einer „Punktlandung“ sprach. Rechnet man noch die Kosten der Beladung hinzu, die gleichfalls auf Kreis und Gemeinde aufgeteilt werden, kostete das Fahrzeug demnach knapp 300 000 Euro.



Aufgrund seines vorgesehen Einsatzgebietes muss der Rüstwagen rund um die Uhr einsatzbereit sein. Daher habe es nahe gelegen, den RW-Logistik beim mit 58 Aktiven personell starken Löschbezirk Primstal zu stationieren, erklärte Barth. Das neue Fahrzeug ersetzt den 32 Jahre alten RW 1, der als Kreisfahrzeug ebenfalls in Primstal stationiert war. Besonders hervorzuheben seien der zusätzliche Ausbildungsaufwand und die höhere Einsatzquote.

Der Erste Kreisbeigeordnete Friedbert Becker dankte dem Arbeitsteam, namentlich Wehrführer Frank Feid, seinem Stellvertreter Alexander Kuhn sowie dem Primstaler Löschbezirksführer Thomas Gläser, dessen Stellvertreter Markus Veit und dem früheren Löschbezirksführer Dieter Becker. Diese fünf hätten das Kernteam für die Ausarbeitung der Konzeption in 15 Arbeitssitzungen und insgesamt 400 Planungsstunden gestellt.

Nachdem verschiedene Angebote eingeholt worden waren, wurde laut Verwaltung am 10. Mai des vergangenen Jahres der Rüstwagen mit einem MAN-Fahrwerk und einem Empl-Aufbau bestellt. Die Rohbaubesprechung fand am 15. und 16. März im Empl-Werk in Zahna-Elster nahe der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt statt. Vom 28. bis 30. Juni wurde der Lastwagen dort abgeholt und nach Primstal überführt.