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Musical
Musical-Abend ist Neuland für beide Seiten

Stefan Barth (links) und David Steines.
Stefan Barth (links) und David Steines. FOTO: Melanie Mai
Primstal. Am 17. und 18. März tritt das Musical-Project erstmals mit den mehr als 60 Musikern des MV Braunshausen in Primstal auf.

Von Melanie Mai


„Vor lauter Gänsehaut waren wir alle total erschlagen.“  David Steines aus Sitzerath, der Kopf des Musical-Projects, erzählt von der ersten gemeinsamen Probe der Musical-Truppe mit dem Musikverein Braunshausen. Deren Dirigent Stefan Barth ist zusammen mit Steines zum SZ-Redaktionsgespräch nach St. Wendel gekommen, um von einem für beide Parteien besonderen Projekt zu erzählen: Am Samstag, 17. März, 20 Uhr, und am Sonntag, 18. März, 18 Uhr, tritt das Musical-Project erstmals in Begleitung eines großen Orchesters auf — nämlich mit den mehr als 60 Musikern des MV Braunshausen. Damit betreten beide Seiten Neuland.

Erste Gedanken über ein solches Konzert kamen schon 2016 auf. Damals bereicherte Steines als Solist ein Konzert des Musikvereins in Nonnweiler — Ausschnitte aus „Jesus Christ Superstar“ standen auf dem Programm. Später suchte der ausgebildete Musical-Darsteller den Kontakt zum Dirigenten. Dieser war sofort von der Idee begeistert. „Viele unserer Musiker spielen gerne Musical-Literatur und besuchen regelmäßig Musicals“, so Barth. Und außerdem: „Unser Verein ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, die rechts und links der ausgetretenen Pfade liegen.“ Ähnlich sieht es Steines: „Das Musical-Project gibt es mittlerweile im achten Jahr; da war es Zeit für etwas Neues.“ Die Mitglieder beider Seiten waren schnell begeistert. „Sie sind hin und weg, jeder freut sich auf die Proben“, berichtet Steines. Geprobt wird seit Anfang des Jahres — der Musikverein trifft sich zwei Mal, das Musical-Project mittlerweile drei Mal pro Woche.



Zunächst einmal standen aber organisatorische Dinge auf dem Programm. Steines und Barth legten einen groben Termin fest. Dann ging es auf die Suche nach einer Halle. „Wir wollten schon in unserer Heimatgemeinde bleiben“, stellt Barth fest. Und da war die Auswahl nicht gerade riesig. Gefordert war eine Bühne, die genug Platz für die 20 Darsteller auf der Bühne bietet. Zudem  müssen die 65 Musiker vor der Bühne spielen können. Die Wahl fiel also auf die Mehrzweckhalle in Primstal. 400 Zuschauer passen rein. Steines und Barth sind sich einig: „Schön wäre es, wenn die Halle voll wäre.“ Derzeit sieht es zumindest am Samstag ganz danach aus. „Der Vorverkauf läuft super“, so Steines. „Es zeichnet sich ein volles Haus ab.“ Daher auch die Entscheidung, ein zweites Konzert am Sonntag anzubieten. Dieses ist etwas früher angesetzt — und somit auch für Kinder geeignet.

Zumal auch das Programm Lieder für die jungen Besucher beinhaltet, beispielsweise aus „Der König der Löwen“. Zu viel wollen Barth und Steines nicht verraten. Aber etwas geben sie doch preis: Aus acht Musicals werden jeweils vier bis fünf Lieder gesungen — und auch gespielt. „Wir versuchen, möglichst nah ans Original ranzukommen“, so Steines. „Les Misérables“ und eben „Jesus Christ Superstar“ hatte der Musikverein schon einmal im Programm. Da habe sich angeboten, diese Musicals auch in Primstal zu präsentieren. Alles weitere soll eine Überraschung sein. Fest steht: Die Musical-Melodien bekommen ein neues Gewand, weil die Arrangements für große Blasorchester geschrieben wurden. Und das bekomme der Musical-Fan nicht so oft zu hören. Steines sagt sogar: „Deutschlandweit sind wir, soweit ich weiß, das einzige Projekt dieser Art.“

Karten kosten 23 Euro im Vorverkauf und 25 Euro an der Abendkasse. Vorverkaufsstellen: Karos Lädchen in Otzenhausen, Kaufhaus Becker in Primstal, im Rathaus in Nonnweiler sowie bei allen Musikern.

„Das Wunder von Bern“ hat das Musical-Project im Repertoire. Ob es auch mit großem Orchester präsentiert wird, ist noch ein Geheimnis.
„Das Wunder von Bern“ hat das Musical-Project im Repertoire. Ob es auch mit großem Orchester präsentiert wird, ist noch ein Geheimnis. FOTO: Christian Adams
Hier ein Eindruck von der gmeinsamen Probe von Musikverein Braunshausen und Musical-Project.
Hier ein Eindruck von der gmeinsamen Probe von Musikverein Braunshausen und Musical-Project. FOTO: David Steines