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Kappensitzung
In Kastel setzten die Narren über zum anderen Ufer

Die Karnevalisten hatten jede Menge Spaß und genossen das ebenso bunte wie lustige Programm.
Die Karnevalisten hatten jede Menge Spaß und genossen das ebenso bunte wie lustige Programm. FOTO: Franz Rudolf Klos / B & K
Kastel. In Kastel setzten die Narren am Samstag zum anderen Ufer über. Die Kappensitzung der Pfarrkapelle wurde erstmals zusammen mit dem Handwerkerverein und dem Tischtennisverein gestaltet. Die närrische Veranstaltung dauerte gut fünf Stunden lang.

Der Elferrat stand unter dem Motto „Die vom anderen Ufer“. Eine Anspielung in zweierlei Hinsicht. Zum einen kamen die Mitglieder der Piratencrew von der Schmelz, der anderen Seite von Kastel, eine Anpspielung darauf, dass das Dorf durch die Kreuzung im Dorfkern von der Hauptverkehrstraße in zwei Teile geteilt wird. Zum anderen war das Motto sicherlich auch ein Hinweis auf Markus I. und seinen Prinzen Markus I., das erste homosexuelle Prinzenpaar in der Fastnachtsgeschichte von Kastel.



Nach dem Einzug von Elferrat und Prinzenpaar versetzte Funkenmariechen Xenia Martin aus Otzenhausen das Publikum in Begeisterung. Gefolgt von der Büttenrede des Ortsvorstehers von Kastel, Magnus Jung. Als „Paul, der grault“ regte er sich über alles mögliche auf, was derzeit die politisch Unzufriedenen umtreibt. Natürlich nahm Paul dabei auch auf sein Heimatdorf Bezug, und so äußerte er verängstigt, dass er um die öffentlichen Verkehrsmittel fürchtet, sobald sich die Mitfahrerbänke erst einmal etabliert hätten.

Auf dieses Thema kam später auch Sabine Schmitt in ihrem Vortrag zurück, indem sie vorschlug, es könne vielleicht helfen, wenn man die Mitfahrerbank im Ortskern von Kastel erst einmal aus dem absoluten Halteverbot entferne.

Gute Vorsätze waren das Thema der Akteurinnen des Frauenvereins. Als Engel und Teufel verkleidet redeten sie auf eine der ihren ein, um sie davon zu überzeugen, ihr Vorhaben, abzunehmen, einzuhalten oder eben zu brechen. Die Kindertanzgruppe unter der Leitung von Nadja Nels verzauberte, verkleidet als Blumen, das Publikum mit ihrem Tanz über Freundschaft. Der erste Teil der Sitzung wurde traditionell von der Faasendband Standgas beendet, die noch einmal so richtig für gute Stimmung im Publikum sorgte.

Mit der guten Stimmung ging es auch nach der Pause weiter, denn Bademeister Steven animierte das Publikum gekonnt zum Mitmachen. Die Tanzgruppe The Revolution, unter der Leitung von Lea und Leonie Jung, entführten das Publikum zu einer Traumreise ins Wunderland. Sitzungspräsident Jürgen Schuh wagte sich zum ersten Mal in die Bütt und erzählte von seinen Erfahrungen als Vater von zwei Kindern, ehe dann die Singfamily, ausgestattet mit Instrumentenkoffern, die Bühne betrat, um dann als Luftpumpemorchester zu beweisen, dass sie nicht nur singen können. Die beiden Urgesteine der Kaschdler Faasend, Beate Franz und Gabi Stroh, sorgten mit ihrem Sketch über eine Ehefrau, die ihren verwundeten Mann im Krankenhaus besucht, für viele Lacher. Beim letzten Vortrag des Abends nahm Doris vom Eck gemeinsam mit Thorsten Langendörfer das Dorfgeschehen in Kastel und vor allem auch sich selbst auf die Schippe.

Den Abschluss des Abends bildete das Männerballett unter der Leitung von Alisa Butterbach und Janine Müller, die verkleidet als Bauern, Frauen und Kühe ihre tänzerisch ganz eigene Version der Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ präsentierten, ehe dann zum großen Finale alle Akteure des Abends auf die Bühne gebeten wurden und sich unter musikalischer Begleitung der Little Band der Pfarrkapelle Kastel noch einmal so richtig von dem Publikum feiern ließen.