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Primsrock
Heißes Sommerfinale beim Primsrock

Seit 20 jahren gilt die Hardcore-Band Madball aus New York als ein Verteter des knallharten Bretts.
Seit 20 jahren gilt die Hardcore-Band Madball aus New York als ein Verteter des knallharten Bretts. FOTO: Ute Füsgen
Primstal. Acht Bands aus Deutschland und den USA heizen Rockfans beim Primsrock-Open-Air auf dem Kirmesplatz so richtig ein. Von Frank Faber

Der langsam zu Ende gehende fantastische Sommer hat es verdient, mit einem krachenden musikalischen Finale verabschiedet zu werden. Da kommt an diesem Samstag, 1. September, ab 16 Uhr das Primsrock-Open-Air auf dem Primstaler Kirmesplatz goldrichtig. Acht Bands aus Deutschland und den Vereinigten Staaten pendeln zwischen den Genres Hardcore und Punkrock. Ganz oben auf der Liste stehen die US-Formationen Zebrahead und Madball.


„Wir haben beobachtet, welche Bands sind auf Tour und wo ist Anfang September beim Punkrock und Hardcore noch was zu machen“, berichtet Michael Schirra, Mitglied im Arbeitskreis Primstal.  Er selbst zupft bei den Feelgood McLouds den Bass und weiß um die Schwierigkeit, dass sich nach den Sommerfestivals die Anzahl an Bands, die noch touren, merklich in Grenzen hält. „Auf der anderen Seite haben wir auch klare Vorstellungen, weil wir ein Festival organisieren wollen, das keinen Geldbeutel sprengt“, verdeutlicht Schirra. Denn den Besuchern ein erschwingliches Open-Air ermöglichen, sei auch weiterhin die Philosophie der Macher.

Als Headliner hat man sich die kalifornische Punkrock-Band Zebrahead anlachen können. „Darauf haben wir in den sozialen Medien viele positive Reaktionen erhalten“, vermeldet Schirra. Zebrahead haben was von den Descendents – der Punkrock-Gott hab sie selig – , wobei der Rap-Gesang von Ali Tabatabaee hörbar den Unterschied macht. Zuvor werden an diesem Samstag heftige musikalische Kinnhaken von der Bühne aus verteilt. Seit 20 Jahren gilt die Hardcore-Formation Madball aus New York als ein Vertreter des knallharten Bretts.



Ebenfalls aus New York kommt die rüde Kapelle Sheer Terror, deren Hardcore-Gebolze deutliche Einflüsse von Heavy Metal aufweist. Ordentlich zubeißen wollen Wolves & Wolves & Wolves & Wolves, ein Rudel aus Übersee, das Post-Punk der härteren Schiene fährt. „Das geht so in die Richtung von Hot Water Music“, macht Schirras Vergleich ziemlich Appetit auf den Wölfe-Gig. Beim rauen Treiben mischen auch die Saar-Hardcorer von Additional Time mit. Rezeptfrei verschreibt das Hamburger Punkrock-Trio Arrested Denial dem Kassenpatienten die volle Dröhnung.

Die Saarbrücker Sidewalk Surfers ticken melodischer und haben im März ihr erstes Album „Dinner for Sinners“ vorgelegt.

Zum Festivalauftakt gibt es Musik aus der Dose. Büchse aus Trier vermengen Punk und Rap miteinander, ohne nach eigenen Angaben dabei in langweilige Klischees zu versinken. „Bei gutem Wetter ist das Festival auch gut besucht“, erwartet Schirra. Zudem können sich die Festivalbesucher in der Zeit von 15 bis 20 Uhr mit einer Speichelprobe bei der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren lassen. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 11 000 Menschen an Leukämie. In Spenderdateien der Birkenfelder Stefan-Morsch-Stiftung sind weltweit rund 32 Millionen Menschen registriert.

Auch die Band Zebrahead wird beim Primsrock-Open-Air für mächtig Stimmung sorgen. Ihr Auftritt wird das Festival zu späterer Stunde beschließen..
Auch die Band Zebrahead wird beim Primsrock-Open-Air für mächtig Stimmung sorgen. Ihr Auftritt wird das Festival zu späterer Stunde beschließen.. FOTO: Dietrich Hecke