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Neujahrsempfang
Handy-Netzqualität bleibt Sorgenkind

Tobias Hans (CDU) und Lieselene Scherer.
Tobias Hans (CDU) und Lieselene Scherer. FOTO: Alfred Schmitt
Sitzerath. Sitzeraths Ortsvorsteherin Lieselene Scherer ging beim Neujahrsempfang auf Politisches im Jahr 2017 ein und blickte auf die Herausforderungen.

() Die Benkelberghalle war voll besetzt, als Sitzerats Ortsvorsteherin Lieselene Scherer (CDU) den Neujahrsempfang eröffnete. Die musikalische Gestaltung des Abends hat die Querflötengruppe Crazy Flutes der Kreismusikschule mit Laura Oberdiek, Lina Meter und Chiara Düpre übernommen.



 Scherer ging auf das politische Jahr 2017 ein und das Jahr 2018 im Ausblick. „Das Jubiläumsfest 550 Jahre Sitzerath im vergangenen Jahr hat uns ein schönes und vor allem einzigartiges Wochenende beschert. Ganz sicher werden die Festtage in die Geschichte des Dorfes eingehen.“ Das Fest habe auch dazu beigetragen, die Verbundenheit aller Sitzerather zu festigen, um auch die zukünftigen Aufgaben nach dem Motto „Sitzerath – fit für die Zukunft“ gemeinsam zu bewältigen. Ärgerlich hierbei ist allerdings die Tatsache, dass die Gema mehr als 500 Euro Gebühren verlangt habe. Hier ergeht ein Hilferuf an die saarländische Landesregierung, sich dafür ein zusetzten, dass durch das Wort der Ministerpräsidentin solch „überzogene Forderungen“ ausbleiben. „Das Ehrenamt prägt das Miteinander in unserem Land und ist sozusagen der Kitt, der alles zusammenhält“, dies sollte nichtad absurdum geführt werden.  Seit Ende 2017 wird Sitzerath über ein Glasfaserkabel mit schnellem Internet versorgt. Für Privatpersonen und für Gewerbetreibende ist diese Versorgung ein weiterer Schritt für ein überlebensfähiges Dorf. Leider sei die Mobilfunkversorgung in Sitzerath noch ein Sorgenkind. Ein Telefonieren mit dem Handy sei fast nirgends möglich. Scherer fordert die politisch Verantwortlichen auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Netzqualität flächendeckend auf das heute übliche und notwendige Niveau zu verbessern. Diesen Auftrag gab die Ortsvorsteherin auch dem Gastredner Tobias Hans, dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag, mit auf den Weg.

Die Ausweisung eines Neubaugebietes ist auf den Weg gebracht. Zurzeit wird ein Bebauungsplanentwurf erstellt. Die Realisierung erfolge im Jahre 2018. Ziel ist es, bauwilligen jungen Familien in Sitzerath preisgünstiges Bauland zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde werde das kircheneigene Pfarrheim ankaufen, abreißen und einen Neubau errichten. Diese Maßnahmen hat der Ortsrat Sitzerath bereits  2014 auf den Weg gebracht und durch viel Überzeugungsarbeit bei Bürgermeister Franz Josef Barth, bei der Kirchengemeinde und Pastor Leininger konnten alle Verantwortlichen für das Vorhaben begeistert werden.  Wichtig sei, so Scherer, dass neue Räume für die Jugend und darüber hinaus notwendige zusätzliche Räume als Ergänzung zur Benkelberghalle geschaffen werden. Die Realisierung erfolgt in 2018/2019.

Ein weiterer Schritt in die Zukunft sei  die Sanierung des Hochbehälters, der  die Sitzerather Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt. Dieser entspreche nicht mehr den modernen Standards und werde 2018 komplett für eine Summe von 550 000 Euro saniert. Die größten Aufträge seien bereits vergeben.

Das vielfältige Engagement in Sitzerath komme auch bei der Landesregierung in Saarbrücken gut an und wird auch entsprechend honoriert, sagte Tobias Hans.

Kernaussagen  waren, dass die Haushaltskonsolidierung weiter fortgesetzt werde, ohne  auf wichtige Zukunftsinvestitionen zu verzichten. Die angesprochene bessere Mobilfunkanbindung gehöre genauso dazu wie die weiteren Zuschüsse für die Schulen im Land, wobei er bei der Pädagogik nicht auf eine Gleichmacherei setzte, sondern sich weiterhin für Förderschulen aussprach.

Ebenso sprach er sich für die Weiterentwicklung des Dieselmotors und die damit verbundene Erhaltung von vielen Arbeitsplätzen im Saarland aus.

Der Mobilfunkempfang in Setzerath ist nach wie vor ein Sorgendkind in Zeiten umfassender digitaler Kommunikation, in der es auch um wirtschaftliche Existenzen geht.
Der Mobilfunkempfang in Setzerath ist nach wie vor ein Sorgendkind in Zeiten umfassender digitaler Kommunikation, in der es auch um wirtschaftliche Existenzen geht. FOTO: Stefan Sauer / dpa