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Zertifiziert
Gemeinsam stark für den Tourismus

Zertifiziert als Nationalpark-Partner: Sören Sturm, Abteilungleiter Nationalpark, Stefan Spanier, Anja Faust-Spanier und Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (v. links) im Garten des Landhauses Spanier in Otzenhausen
Zertifiziert als Nationalpark-Partner: Sören Sturm, Abteilungleiter Nationalpark, Stefan Spanier, Anja Faust-Spanier und Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (v. links) im Garten des Landhauses Spanier in Otzenhausen FOTO: Frank Faber
Otzenhausen. Ein weiterer Beitrag, den Tourismus in der Region zu entwickeln, ist eine Zertifizierung als Partnerbetrieb des Nationalparks. Von Frank Faber

Hotels, Cafés, Restaurants, Campingplätze, Betreiber von Ferienwohnungen: Sie alle wollen vom Nationalpark Hunsrück-Hochwald profitieren. Damit Gäste und Touristen auch Gastgeber finden, die einen gewissen Qualitätsstandard aufweisen und einhalten, hat das Nationalparkamt in der Europäischen Akademie Otzenhausen jetzt 27 Betriebe als Nationalpark-Partner zertifiziert, davon sieben im Saarland.



„Das ist eine besondere Auszeichnung. Ich freue mich vor allem, die saarländischen Partnerbetriebe auszeichnen zu können. Sie sind wichtige Kooperationspartner für die Weiterentwicklung des Tourismus im Saarland“, meint Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Dafür wäre aber mehr als nur ein Antragsformular nötig. Bei den Partnerbetrieben soll ein Prozess installiert werden, der mit hohen Qualitätsstandards verbunden ist, so Ministerin Rehlinger zur Zielsetzung. Die Anerkennung der ersten Partner sei der Anfang einer guten Entwicklung für die gesamte Region.

So kann sich jetzt das Landhaus Spanier in Otzenhausen Partner des Nationalparks nennen. „Wir haben uns von Anfang an mit den Zielen des Nationalparks identifiziert“, berichtet Anja Faust-Spanier. Mit Ehemann Stefan Spanier führt sie in dritter Generation den ehemaligen Gartenbaubetrieb und Blumenladen in der Hochwaldstraße. Den Garten- und Floristikbetrieb haben sie 2012 zu einem Landhaus mit Café, Brasserie und Blumenhandel umgestaltet. „Wir haben die Autobahn vor der Tür und Otzenhausen ist das Tor zum Nationalpark“, sagt Stefan Spanier. Worin er für das Landhaus Standortvorteile sieht, die sich bestätigt haben. „Wir haben jetzt schon viele Nationalparkbesucher unter den Gästen“, stellt er fest. Das Landhaus bietet zudem seinen Gästen den Aufenthalt im Obst- und Gemüsegarten, und zwei Zimmer mit zeitgerechtem Charme und Charakter, beschreibt Anja Faust-Spanier. „Auf der Speisekarte bieten wir regionale Produkte an. Tagesfrische Blumen gibt es weiterhin wie gefertigte Gestecke und dekorative Pflanzen“, merkt sie noch an. Ihr nun anerkannter Betrieb bekennt sich zu den Kernzielen Naturschutz, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit des Nationalparks.

Birgit Grauvogel, Vorsitzende des Vergaberats, erklärt, worauf es ankommt: „Die Partner sind ServiceQualität Deutschland-zertifiziert und alle Mitglieder von Regionalinitiativen. Eine nachhaltige Weiterentwicklung, zum Beispiel über den Nachweis von Ökosiegeln und ein Ausbau der barrierefreien Angebote, wird, soweit derzeit nicht vorhanden, in den nächsten Jahren erfolgen“. Wichtig sei, so Grauvogel weiter, ein stimmiges Angebot entlang der Servicekette. „Denn, wenn die Rangertour gut ist, das Essen oder der Service aber nicht, wird auch der Besuch im Nationalpark nicht gut bewertet“, meint Grauvogel. Auf der Internetseite des Nationalparks Hunsrück-Hochwald ist ein eigener Bereich eingerichtet worden, in dem Besucher und Interessierte alle Partnerbetriebe im Überblick einsehen können.