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tus Hirstein
Gehen Gehweiler und Hirstein auseinander?

Gehweiler. Heute beginnt das Masters-Qualifikationsturnier des TuS Hirstein. Die SG mit Gehweiler steht vor dem Aus.

Seit zweieinhalb Jahren spielen die Fußballer des TuS Hirstein und des SV Gehweiler als SG zusammen. Natürlich auch beim Masters-Qualifikationsturnier um den Kreispokal der St. Wendeler Vereine, das der TuS Hirstein ab heute wieder gemeinsam mit dem SV Fursch­weiler in der Namborner Liebenburghalle ausrichtet (siehe Info).



Es könnte allerdings das letzte Mal sein, dass die Fußballer der SG Hirstein-Gehweiler beim eigenen Turnier gemeinsam auflaufen. Denn in Gehweiler gibt es Überlegungen, die Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn zum Saisonende aufzulösen. Dies bestätigt Norbert Bernhard, der Vorsitzende des SV Gehweiler, auf SZ-Nachfrage: „Ja, das stimmt. Wir werden voraussichtlich Anfang März auf einer Mitgliederversammlung unsere Mitglieder zu diesem Thema befragen.“

Der Grund für die Pläne des SV: „Wir haben derzeit nur noch drei Stammspieler, die regelmäßig in der SG spielen. Als Vorsitzender kann ich meinen Mitgliedern nur schwer vermitteln, dass wir jeden Monat Geld in eine SG bezahlen, in der nur ganz wenige Fußballer aus dem Ort selbst spielen. Wir würden deshalb gerne einen Neuanfang mit einer eigenen Mannschaft wagen, bevor der Verein vor die Hunde geht“, erklärt Bernhard und fügt an: „Wir werden diesen Schritt aber nur machen, wenn er in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Das heißt: Nur, wenn der TuS Hirstein zustimmt.“ Sollten sich die SV-Mitglieder gegen die SG entscheiden, stellt der TuS-Vorsitzende Christian Schwan eine solche Zustimmung in Aussicht. „Es bringt uns ja nichts, wenn wir weiter mit jemandem zusammen arbeiten, der nicht mehr mit uns zusammen arbeiten will.“ Trotzdem würde Schwan die SG gerne weiter bestehen lassen: „Mit zwei Rasenplätzen haben wir in der SG optimale Bedingungen und können durch so den Spielbetrieb für zwei Mannschaften sichern. Alleine wäre es für uns nicht mehr so einfach.“

Sollte die SG tatsächlich aufgelöst werden, will Gehweiler einen  Trainer verpflichten und ein neu formiertes Team ins Rennen schicken. Bestehen soll dieses aus jenen Gehweiler Akteuren, die jetzt in der SG die Schuhe schnüren, sowie aus Rückkehrern und aus Neuzugängen. Diese Mannschaft müsste dann in der Kreisliga A starten.

Dort könnte Gehweiler auch wieder auf den TuS Hirstein treffen. Denn aktuell ist die SG Hirstein-Gehweiler als Tabellen-Schlusslicht der Bezirksliga St. Wendel akut abstiegsgefährdet. „Wir haben aber nach wie vor die Hoffnung, dass wir die Klasse halten“, sagt Schwan. Der Grund: Mehrere in der Hinrunde verletzte Spieler kehren in der Rückrunde aufs Feld zurück.

Die „Mission Klassenverbleib“ leitet bei der SG übrigens weiterhin Mike Becker. Der 36-Jährige, der im Oktober zunächst interimsmäßig das Traineramt übernommen hatte, wird bis Saisonende auf der Bank sitzen. Für die neue Runde ist Hirsteins Vorsitzender Schwan aber gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen auf Trainersuche. Ob der noch zu findende neue Übungsleiter dann die SG Hirstein-Gehweiler oder den TuS Hirstein trainiert,  wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.