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Volleyball
Freisen freut sich über den Herbstmeister-Titel

Die Spielerinnen des SSC Freisen taten sich gegen die abstiegsgefährdeten Gäste lange Zeit schwer, doch am Ende konnten sie einen 3:1-Sieg feiern.
Die Spielerinnen des SSC Freisen taten sich gegen die abstiegsgefährdeten Gäste lange Zeit schwer, doch am Ende konnten sie einen 3:1-Sieg feiern. FOTO: B & K / Franz Rudolf Klos
Freisen. Die Volleyballerinnen des SSC besiegen im letzten Vorrundenspiel trotz Anlaufschwierigkeiten Stadecken-Elsheim mit 3:1. Von Philipp Semmler

Das war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende durften die Volleyballerinnen des SSC Freisen jubeln: Nach zähem Beginn setzte sich der Regionalligist am Samstag vor 150 Zuschauern in der Freisener Bruchwaldhalle mit 3:1 gegen das neue Tabellenschlusslicht TSV Stadecken-Elsheim durch.


Nach dem Spiel war die Stimmung bei den SSC-Spielerinnen entsprechend gelöst. Denn durch den Erfolg wurde der Club erstmals in seiner Vereinsgeschichte Herbstmeister der Regionalliga Südwest. „Wir haben zwar nicht das gezeigt, was wir können. Aber am Ende haben wir 3:1 gewonnen – und das zählt“, erklärte SSC-Trainerin Brigitte Schumacher erleichtert.

Lange Zeit hatte ihr Team mit dem abstiegsbedrohten Gegner mehr Mühe als erwartet. „Pass und Zuspiel waren bei uns zwar gut, aber beim Aufschlag und im Angriff haben wir es zu oft mit brachialer Gewalt versucht“, analysierte die Übungsleiterin. Zudem waren einige ihrer Spielerinnen auch ein wenig nervös. „Der Druck war schon groß, weil wir unbedingt gewinnen wollten, um Herbstmeister zu werden“, sagte Schumacher.



Die Folge: Im ersten Satz lief bei den Gastgeberinnen wenig zusammen – und so konnte Stadecken-Elsheim diesen überraschend mit 25:20 gewinnen. Freisen steigerte sich danach aber und gewann den zweiten Durchgang klar mit 25:15.

In Satz drei ging es dann hin und her. Zunächst konnte sich kein Team entscheidend absetzen – bis Leonie Dewes und Doreen Werth mit starken Aufschlagserien für eine klare Führung sorgten. „Das war der Knackpunkt. Danach war der Widerstand des TSV gebrochen“, freute sich Schumacher. Freisen gewann den dritten Satz schließlich mit 25:21 und den vierten mit 25:20.

Da auch der Tabellenzweite, die Biedenkopf-Wetter-Volleys, am Samstag gewann (3:0 bei der TG Bad Soden II), bleibt der Kampf um die Meisterschaft in der Liga eine enge Kiste. Freisen hat immer noch zwei Zähler Vorsprung auf Verfolger Biedenkopf-Wetter.

Am kommenden Samstag wartet auf die Schumacher-Mädels nun ein richtig harter Brocken: Im letzten Spiel des Jahres ist der SSC um 20 Uhr beim Tabellendritten TG Mainz-Gonsenheim zu Gast. „Das ist ein anderes Kaliber als Stadecken-Elsheim. Mainz-Gonsenheim hat deutlich mehr spielerische Möglichkeiten“, weiß Schumacher. Ohnehin sieht die Übungsleiterin die Liga in der Spitze sehr ausgeglichen: „Von Rang eins bis Platz sechs kann in dieser Saison jeder jeden schlagen.“