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Fußball
„Im Nachhinein schon ein wenig ärgerlich“

 Die Spieler des SV Mettlach bejubeln den dritten Turniersieg des Winters in Folge. Trotzdem ist das Team beim Masters-Finale nicht dabei.
Die Spieler des SV Mettlach bejubeln den dritten Turniersieg des Winters in Folge. Trotzdem ist das Team beim Masters-Finale nicht dabei. FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel
Die Würfel sind gefallen. Die acht Teams, die beim Mastersfinale am 3. Februar dabei sind, stehen fest. Aus unserem Kreis ist dieses Mal keines dabei. Das letzte Quali-Wochenende bot dennoch einige Kuriositäten – und eine Disqualifikation. Von Philipp Semmler

Turnier des SV Wahlen-Niederlosheim:


Der SV Mettlach hat seinen Titel-Hattrick perfekt gemacht. Beim Ford-Hissler-Cup des SV Wahlen Niederlosheim (42 Wertungspunkte, WP) feierte der Saarlandligist den dritten Turniersieg des Winters in Folge. In der Dr.-Röder-Halle in Losheim siegten die Blau-Weißen im Endspiel gegen Überraschungsfinalist FC Besseringen (Bezirksliga) klar mit 6:0. Laurant Bricor und Alexander Riga sorgten dafür, dass der Favorit früh mit 2:0 vorne lag. Danach erhöhten Fabian Theobald, wieder Riga, sowie Xavier Novic mit einem Doppelpack auf 6:0 für Mettlach. Zuvor hatte Mettlach beim eigenen Turnier und in Merzig gewonnen.

„Nach diesen drei Turniersiegen gehen wir mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung“, freut sich Mettlachs Co-Spielertrainer Patrick Heinz. Die beginnt für den SV am 1. Februar. In der Saarlandliga hat Mettlach als Dritter noch Aufstiegschancen. Dies war auch der Grund, warum die Blau-Weißen bei einigen Turnieren nicht in Bestbesetzung antraten – und so nur wenige Zähler sammeln konnten.



„Im Nachhinein betrachtet ist es jetzt schon ein klein wenig ärgerlich“, gibt Heinz zu. Denn hätte der SV schon vor den drei jüngsten Turniersiegen gepunktet, wäre vielleicht sogar die Masters-Qualifikation drin gewesen. Durch die drei Turniersiege in den letzten drei Wochen kletterte der Saarlandligist nämlich in der Wertungstabelle mit 77,10 Punkten noch bis auf Rang zehn.

 Platz drei beim SV-Turnier, zu dem 765 Zuschauer kamen, sicherte sich Verbandsligist FC Brotdorf durch ein 4:3 im „kleinen Finale“ gegen Landesligist VfL Primstal II. Brotdorf hatte zuvor in der Vorschlussrunde etwas Pech gehabt: Da verlor der FC gegen Mettlach erst nach Siebenmeterschießen mit 6:7.

Titelverteidiger SV Losheim, der eine Woche zuvor seine letzten Masters-Ambitionen begraben musste, war im Viertelfinale an Mettlach gescheitert (0:6). Losheim, das vergangene Saison als Landesligist sensationell die Masters-Qualifikation geschafft hatte, beendete die Hallenrunde 18/19 damit auf Rang zwölf.

 

Turnier des SV Morscholz:

Top-Favorit SV Rohrbach hat das 30. Hallenturnier des SV Morscholz (28 WP) gewonnen. In der Herbert-Klein-Halle in Wadern gab es nach dem 6:1 im Endspiel gegen die SG Wadrill-Sitzerath aber dennoch lange Gesichter beim Saarlandligisten. Denn da der SV Auersmacher beim eigenen Turnier das Finale erreichte, blieb Rohrbach in der Endtabelle der Masters-Qualifikation nur der undankbare achte Platz (sieben Teams schaffen die Qualifikation).

„Es ist zwar eine kleine Enttäuschung da, aber wir wussten ja, dass unsere Masters-Chancen gering waren“, sagte Rohrbachs Spielausschuss-Vorsitzender Renzo Ortolovea. „Wir hatten es ja nicht mehr selbst in der Hand und mussten auf gleich zwei Patzer von Konkurrenten hoffen.“ Während mit dem Zwischenrunden-Aus von Hellas Bildstock in Auersmacher einer davon auch eintritt, patzte Auersmacher jedoch nicht.

Das Finale in Wadern war eine klare Angelegenheit: Bereits nach wenigen Sekunden brachte Marvin Kempf, der gegen Wadrill-Sitzerath zwei Mal traf, den SV mit 1:0 in Führung. Danach erhöhte der Saarlandligist auf 4:0, ehe Christoph Molitor für den Außenseiter auf 1:4 verkürzte. Als Wadrill-Sitzerath in der Schlussphase den Torhüter vom Feld nahm, um noch einmal heranzukommen, traf Rohrbach noch zwei Mal. „Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre das Endspiel sicher enger geworden, aber wir können auch mit Platz zwei gut leben“, meinte Wadrill-Sitzeraths Spielausschuss-Vorsitzender Dirk Michels.

Rang drei ging an Verbandsligist FC Noswendel Wadern durch ein 5:0 im Lokalderby um Platz drei gegen Landesligist SV Bardenbach. Noswendel Wadern hatte zuvor im Halbfinale gegen Wadrill-Sitzerath knapp mit 2:3 den Kürzeren gezogen. Bardenbach war in der Vorschlussrunde an Rohrbach gescheitert (0:3). Wegen des Nichtantritts des SV Sirzenichs (dafür sprang die SG Teufelsfels ein) reduzierte sich die Wertigkeit des Turniers, das 250 Zuschauer verfolgten, von 29 auf 28 Zähler.

 

Turnier des 1. FC Riegelsberg:

Riesenjubel am Samstagabend beim FC Rastpfuhl. Der Saarlandligist beseitigte durch einen Sieg beim Prowin-Cup des 1. FC Riegelsberg (50 WP) die letzten Zweifel an seiner zweiten Masters-Teilnahme in Folge. Das Finale gegen den Kreisligisten SV Gersweiler II war eine klare Angelegenheit: Der FC siegte mit 6:1.

Zuvor hatte Rastpfuhl im Halbfinale Ligakonkurrent SF Köllerbach mit 3:2 bezwungen. Köllerbach verspielte dadurch seine letzte Chance auf die Masters-Teilnahme. Kleines Trostpflaster für die SF: Köllerbach wurde in der Riegelsberghalle durch ein 8:2 im „kleinen Finale“ gegen Landesligist FV 08 Püttlingen noch Dritter.

Durch den Nichtantritt des Landesligisten FC Kandil Saarbrücken reduzierte sich die Wertigkeit von 53 auf 50 Punkte, dadurch hatten der VfL Primstal und der FC Wiesbach frühzeitig das Masters-Ticket in der Tasche, da Köllerbach nicht mehr an beiden Clubs vorbeiziehen konnte.

Der nicht in Bestbesetzung angetretene amtierende Masters-Champion Röchling Völklingen (Oberliga) scheiterte im Viertelfinale mit 1:7 an Gersweiler II.

 

Turnier der SSV Pachten:

Der FC Rastpfuhl hat am Sonntag seinen zweiten Turniersieg binnen 24 Stunden gefeiert. Damit kletterte der Saarlandligist noch auf Rang eins der Masters-Qualifikationstabelle. Beim Hallencup der SSV Pachten (63 WP) in der Sporthalle West in Dillingen gewann der Saarbrücker Stadtteilclub das Finale gegen den ebenfalls fürs Masters qualifizierten Oberligisten und Titelverteidiger VfB Dillingen mit 3:0.

Auch Dillingens Reserve (Kreisliga) kletterte aufs Siegertreppchen. Im Spiel um Platz drei setzte sich der VfB II mit 3:2 gegen den gastgebenden Landesligisten durch. Pachten hatte zuvor im Viertelfinale für die größte Überraschung des Turniers gesorgt: Dort besiegte das Team von Trainer Tobias Welz Oberligist FV Diefflen mit 10:9 nach Siebenmeterschießen.

 

Turnier des SV Auersmacher: Gastgeber SV Auersmacher hat beim eigenen Kurt-Doub-Gedächtnisturnier (64 WP) noch den Sprung auf den Masters-Zug geschafft. In der Sport- und Spielhalle Kleinblittersdorf gewann der SV das Finale gegen den Lokalrivalen SC Halberg Brebach mit 4:2 nach Siebenmeterschießen. Schon durch die Endspielteilnahme hatte der SV die Qualifikation unter Dach und Fach gebracht. Denn der Hauptkonkurrent um das letzte Ticket, Verbandsligist Hellas Bildstock, war überraschend in der Zwischenrunde gescheitert.

Nicht in der Runde der letzten Acht vertreten war auch Saarlandligist SV Saar 05 – und das trotz sportlicher Qualifikation. Die St. Johanner wurden vom Veranstalter nach der Zwischenrunde wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers disqualifiziert. Das Turnier besuchten mehr als 1100 Zuschauer.

 

Turnier des FV Eppelborn:

In einem denkwürdigen Siebenmeterschießen hat sich der VfL Primstal den Sieg beim Möbel-Arop-Cup des FV Eppelborn (54 WP) gesichert. In der Eppelborner Hellberghalle setzte sich der VfL nach 34 Schüssen mit 20:19 (!) gegen Oberligist FC Her­tha Wiesbach durch. Pechvogel der Hertha war Lukas Feka, der mit seinem Strafstoß an der Latte scheiterte. Danach verwandelte Tobias Zimmer zum Sieg für den VfL.

Zuvor hatte Pascal Limke dafür gesorgt, dass der Saarlandligist überhaupt ins Siebenmeterschießen kam. Der Offensivspieler traf für Primstal zunächst kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum 2:2, dann 38 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zum 3:3. Wiesbach und Primstal standen übrigens schon vor dem Start des Turniers als Masters-Teilnehmer fest, weil sich die Wertigkeit des Turniers des 1. FC Riegelsberg änderte. Dadurch konnten beide Teams nicht mehr aus den Qualifikationsrängen rutschen.