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Baubeginn in Nonnweiler ab Montag

Nonnweiler. Trierer Straße wird mit einem Monat Verspätung saniert. Der Grund: Ein Gutachten in Sachen Kampfmitteln fehlte. Evelyn Schneider

Der Verkehr auf der Trierer Straße in Nonnweiler rollt - ganz wie immer. Dabei sollte doch bereits seit 20. März an der Durchfahrtsstraße gearbeitet werden. Eigentlich. Denn das Großprojekt, das eine Sanierung der Straße auf einer Länge von 630 Metern vorsieht - vom Zebrastreifen an der Kurhalle bis zur Hausnummer 45 - wurde ausgebremst. Und zwar durch mögliche Altlasten des Zweiten Weltkriegs.



Es gab den Verdacht, dass sich gerade unter dem Straßenbelag des ersten Bauabschnitts, der von der Kurhalle bis zur Straße Auf der Fels reicht, alte Bomben verstecken könnten. Wie Jörg Martin, Leiter des Bauamts der Gemeinde Nonnweiler, berichtet, musste ein Gutachten erstellt werden. "Dieses wurde leider zu spät in Auftrag gegeben", gibt er ein Versäumnis der Verwaltung offen zu. Für dieses Gutachten wurden auch Abwurfkarten aus den USA ausgewertet. "Das braucht seine Zeit", weiß Martin. Kurz vor Ostern ging das Gutachten schließlich bei der Gemeinde ein. Das Ergebnis: In Sachen Kampfmitteln wie Granaten oder Bomben kann Entwarnung gegeben werden. "Es ist nichts da", sagt Martin erleichtert. Somit können die Arbeiten mit knapp einmonatiger Verspätung beginnen.

Los geht es am kommenden Montag, 24. April. Dann wird die Trierer Straße im Bereich von der Kurhalle bis zur Straße Auf der Fels halbseitig gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr. Etwa drei bis vier Monate sollen die Arbeiten hier dauern.

Unter Federführung der Gemeinde Nonnweiler wird das Großprojekt mit dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) umgesetzt. Dieser plant mit insgesamt drei Bauabschnitten. Der zweite betrifft den Bereich ab Rathaus. Dann muss die Straße komplett gesperrt werden. Gleiches gilt für Abschnitt drei. Alles in allem rechnet der LfS mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren.

Zum Thema:

Die Sanierung der Trierer Straße in Nonnweiler ist ein Großprojekt. Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos) selbst sprach beim symbolischen Spatenstich im März von der teuersten und umfangreichsten Straßenbaumaßnahme der vergangenen Jahre in der Gemeinde Nonnweiler. 3,4 Millionen Euro werden investiert. 940 000 Euro übernimmt der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). Die übrigen 2,5 Millionen verteilen sich auf Gemeinde, deren Wasser- und Abwasserwerk. Außerdem gibt's Zuschüsse. Die Arbeiten beschränken sich nicht nur auf die Straße und deren Belag, auch Kanal, Abwasserleitungen oder Straßenbeleuchtung werden erneuert.

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