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Typisierung
Primsrock-Macher rufen zur Hilfe für Schwerkranke auf

Beim Primsrock Open-Air kann man sich als Stammzellspender registrieren lassen.
Beim Primsrock Open-Air kann man sich als Stammzellspender registrieren lassen. FOTO: Andrea Djifroudi/Stefan-Morsch-Stiftung
Primstal. Zebrahead, Madball und Sheer Terrot – das sind drei der Bands, die das Line-up des Primsrock-Festivals bilden, das am Samstag, 1. September auf dem Festplatz in Primstal über die Bühne geht. Von red

Dort gibt es allerdings nicht nur ordentlich Punkrock auf die Ohren – die Veranstalter des Festivals wollen auch Gutes tun und Leukämie- und Tumorkranke unterstützen.


Das tun sie, indem sie gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung Stammzellspender suchen. Beim Primsrock können sich Erwachsene bis 40 Jahre zwischen 15 und 20 Uhr mitttels Speichelprobe typisieren lassen.

Die Bands beim Primsrock spielen Punk-Rock, Hardcore, Metalcore und Skatepunk und kommen zum Beispiel aus Orange County, aus New York City oder South Carolina, wie die Combo Wolves and Wolves and Wolves and Wolves. Dabei ist jedoch auch mit Arrested Denial eine Band aus Hamburg, Büchse kommt aus Trier, und aus dem Saarland sind Additional time und Sidewalk-Surfers mit dabei. Letztere kommen, glaubt man dem Internet, aus „Saarbrooklyn“. Die Musikszene ist also international, so wie auch die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Denn immer wieder gehen beispielsweise auch Stammzellspenden aus Deutschland in die Vereinigten Staaten und umgekehrt, wie Annika Zimmer von der Stiftung mitteilt.



Allein in Deutschland erkranken laut Zimmer jedes Jahr etwa 11 000 Menschen an Leukämie. Viele davon sind Kinder. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind fast 32 Millionen Menschen registriert. Doch noch immer gibt es für manchen Patienten keinen passenden Spender.

Wer sich registrieren lassen will, füllt einen Fragebogen zum Gesundheitszustand aus, unterschreibt die Einwilligung und gibt eine Speichelprobe ab. Diese Probe geht dann zur Analyse ins Labor der Stiftung, wo die Gewebe-Merkmale analysiert und pseudonymisiert an das deutsche Zentralregister in Ulm weitergegeben werden.

Weitere Infos zur Stefan-Morsch-Stiftung gibt es unter der gebührenfreien Hotline (08 00) 7 66 77 24, oder per Mail an info@stefan-morsch-stiftung.de.