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Weihnachtsmarkt
Zwei Märkte voller Gegensätze

Bastelecke: Bei der Jugendgruppe konnten die Besucher Schlüsselanhänger aus Leder fertigen.
Bastelecke: Bei der Jugendgruppe konnten die Besucher Schlüsselanhänger aus Leder fertigen. FOTO: Frank Faber
Neunkirchen/Nahe/Türkismühle. Während die Besucher in Neunkirchen/Nahe im Trockenen werkelten, war in Türkismühle frieren im Regen angesagt. Von Frank Faber

Weihnachtsmarkt-Kontrastprogramm: Gemütlich war’s im Bürgerhaus von Neunkirchen/Nahe, beim Freiluftmarkt in Türkismühle standen die Besucher im Regen.


Der vorweihnachtlichen Nachmittag in Neunkirchen/Nahe wurde bereits zum 31. Male organisiert. „Wir freuen uns immer sehr darauf“, sagte Oliver Frewert, der Ortsbeauftragte beim Malteser Hilfsdienst. Sechs schmucke Häuschen Marke Eigenbau hatte die katholische Hilfsorganisation im Bürgerhaus platziert. Mittendrin unterhielten sich die Besucher unterschiedlicher Altersklassen beim Kaffeeklatsch an den Tischen.

„Uns ist sehr wichtig, dass wir auch die älteren Leute miteinbeziehen. Viele können nicht mehr lange stehen oder wollen nicht wie bei anderen Weihnachtsmärkten draußen in der Kälte frieren“, erklärte der Ortsbeauftragte. An zwei Ständen konnten sich die Besucher mit Geschenken eindecken. Detlef Wilhelm hatte seine Holzkunstwerk-Kollektion ausgestellt. Darunter präsentierte er selbst gefertigte hölzerne Engel mit dekorativen Metallflügeln. Kleine Geschenke, Mitbringsel und Karten bot Christiane Kripfgans an. „Ich will den Kindern und Erwachsenen zusätzlich zeigen, wie man selbst ein Geschenk basteln kann“, sagte die Papierkünstlerin. Der Nachwuchs wurde zudem auch von der Malteser-Jugendgruppe beschäftigt. „Wir fertigen Schlüsselanhänger aus Leder, da kann jeder dabei sein eigenes Motiv entwerfen“, sagte Schadia Klein, die Leiterin der Jugendgruppe.



Als ein berühmter Mann mit dem großen Jutesack das Bürgerhaus betrat, empfingen ihn die Kinder sofort. „Wenn der Nikolaus kommt, ist das einfach ein Höhepunkt“, sagte Frewert. Wie in den Vorjahren war der Tombolastand mit reichlich Sachpreisen ausgestattet. „Aber es wird im Vorfeld immer schwerer, die Gewinne zu bekommen“, gestand der Ortsbeauftragte. Und der weiß: „Das gesamte Konzept steht und fällt mit den Helfern. Wir sind stolz, dass wir so viele Engagierte hier haben“.

Am Personal mangelte es beim Freiluft-Weihnachtsmarkt in Türkismühle keineswegs. „40 Leute haben beim Aufbau mitgeholfen“, teilte der Markt-Verantwortliche Ralf Hartmann von Freizeitclub mit. Im Holzhauser Wald waren alle bereit, alles bestellt – nur nicht der Dauerregen. Deshalb drehten die Bimmelbahn am Nachmittag sowie die Alpakas nur hin und wieder ihre Runden und Touren. Kein Wunder, dass bei dem unaufhörlichen Getröpfel die jungen Fahrgäste – ebenso wie die erwachsenen Besucher – dem kuscheligen Dörfchen mit 16 geschmückten Buden weitgehend fernblieben. „Bis auf eine Ausnahme sind alle Standbetreiber Privatleute“, berichtete Hartmann stolz. Wichtig sei den Veranstaltern, dass für jeden Geschmack etwas im Angebot sei. Thorsten Schwöppe aus Oberthal stellte verschiedene Krippenmodelle aus, die Heimatfreunde bereiteten Zimtwaffeln zu.

Dekoartikel aus Holz präsentierte die Wolfersweilerin Katja Jakoby und auch die Peruhilfe war mit einem Sortiment aus dem Andenstaat vertreten. Für Musik sorgte ein Bläserensemble von der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle. „Von unserer Seite haben wir alles für einen tollen Weihnachtsmarkt getan“, sagte Hartmann. Stimmt. Aber bei der diesjährigen Auflage machte Petrus den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung.