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Ausstellung in Trier
Umwelt-Campus zeigt Roboter „YuMi“ auf „LebensWert Arbeit“

Der ABB-Roboter YuMi während des Entlötvorgangs. Er ist noch bis 1. Oktober auf der Ausstellung „LebensWert Arbeit“ zu sehen.
Der ABB-Roboter YuMi während des Entlötvorgangs. Er ist noch bis 1. Oktober auf der Ausstellung „LebensWert Arbeit“ zu sehen. FOTO: Jannik Scheer/Umweltcampus
Trier. / Während der Ausstellung „LebensWert Arbeit“ im Museum am Dom in Trier anlässlich des 200-jährigen Geburtstags von Karl Marx präsentieren diverse Künstler und Hochschulgruppen ihre Exponate und Kunstwerke. Von red

Die Robotix-Academy, vertreten durch den Umwelt-Campus Birkenfeld, beispielweise ist noch bis einschließlich 1. Oktober mit ihrem Exponat in einem offenen Labor vor Ort vertreten.


Dort wird mit dem zweiarmigen Roboter „YuMi“ des Energie- und Automatisierungstechnikkonzerns ABB eine Applikation zur Demontage von Elektrobauteilen auf Platinen erstellt. Zusätzlich gibt es weitere interessante Exponate zur Mensch-Roboter-Kollaboration zu sehen. Während dieser Zeit wird ein Video über die Arbeit der Wissenschaftler erstellt, welches im Anschluss bis zum Ende der Ausstellung am 21. Oktober auf einem Bildschirm vor Ort präsentiert wird.

Am Umwelt-Campus der Hochschule Trier in Birkenfeld beschäftigen sich Wissenschaftler der Robotix-Academy mit der Entwicklung neuer Verfahren beim Einsatz von Roboterassistenten. Die Aufteilung der Arbeitsabläufe auf Mensch und Roboter soll möglichst optimal erfolgen und die Interaktion zwischen Mensch und Roboter vereinfacht werden. Als Anwendungsszenario dient das sogenannte Remanufacturing. Dabei werden bereits genutzte technische Produkte wie Elektromotoren, Kühlmittelpumpen oder auch elektronische Leiterplatten demontiert und zerlegt, sowie die Einzelteile gereinigt und geprüft.



Ziel ist es, die Bauteile bei der Produktion neuer Geräte wieder zu verwenden. Die Refabrikation spart Ressourcen und reduziert zudem Emissionen. Durch die bisher meist manuelle Zerlegung der technischen Bauteile wird die Wirtschaftlichkeit verringert. Ein vielversprechender Ansatz zur Reduzierung der manuellen Tätigkeiten innerhalb eines Demontageprozesses stellt die Verwendung der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) dar. Hierbei arbeiten der Roboter und der Mensch zusammen an einem hybriden Arbeitsplatz. An diesem unterstützt der Roboter den Menschen durch assistierende Tätigkeiten. Außerdem ist es möglich, dass Prozessschritte, abhängig von ihrer Komplexität, voll automatisiert durch den Roboter ausgeführt werden können.