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Theater
Drei Stücke am Stück an drei Abenden

So sah es in Gonnesweiler bei den Theatertagen 2017 aus. Mit viel Eifer und schauspielerischem Talent präsentiert die Truppe ihre Stücke.
So sah es in Gonnesweiler bei den Theatertagen 2017 aus. Mit viel Eifer und schauspielerischem Talent präsentiert die Truppe ihre Stücke. FOTO: Marco Ames
Gonnesweiler. Die Theaterfreunde Gonnesweiler sind im Oktober wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Von Melanie Mai

Es ist ein junger Verein und doch hat er mit seinen Theaterabenden Maßstäbe gesetzt. Jahr für Jahr präsentieren die Theaterfreunde Gonnesweiler jeweils drei Stücke an drei Abenden. Jahr für Jahr sind diese ausverkauft. Derzeit proben die Aktiven wieder fleißig für ihre Aufführung im Oktober in der Mehrzweckhalle in Gonnesweiler.


Auf dem Programm steht zum einen „Toni und seine drei Frauen“, das die Kinder und Jugendlichen des Vereins präsentieren. „20 bis 30 Minuten dauert das Stück“, sagt Marco Ames, der sich selbst als „Mädchen für alles“ bei den Theaterfreunden bezeichnet. Die Acht- bis 15-Jährigen sollen nicht überfordert werden. Zum Inhalt: Toni hat von seinem Onkel Ostermann tausend Euro erschwindelt, zu seiner angeblichen Hochzeit. In Wirklichkeit hat er von dem Geld einen neuen Ochsen gekauft. Jetzt kommt der Onkel zu Besuch – und will Tonis Frau begrüßen. Also muss eine Frau her.

Das zweite Stück des Abends ist „Die Verlobungsfeier“. Darin geht es um Berta, die ihre Tochter Manuela unbedingt mit Rüdiger von Durstmacher verheiraten will. Otto, Inhaber einer Metzgereikette, hätte es lieber gesehen, wenn Manuela den Bäcker Udo heiratet. Berta hat einen Butler bestellt und ihre Mutter Hulda mit Schlaftabletten ruhiggestellt. Alles scheint gutzugehen. Aber als dann plötzlich Hulda auftaucht, wendet sich das Blatt.



„So eine Pfundsfamilie“ ist das dritte Stück. Zum Inhalt: Elise und Arthur Kraxl haben sich in ihrer Ehe nicht mehr viel zu sagen, höchstens wie dick und wie schlampig sie sind. Aber plötzlich packt die beiden der Ehrgeiz. Sie wetten, dass sie für andere Partner durchaus noch attraktiv sind. Das kostet allerdings viel Mühe und Schweiß. Zudem ist ein solches Vorhaben auch für die Ehe nicht gerade ungefährlich. Ein Glück, dass sich ihre Kinder einschalten.

Die ersten Sprechproben gab es, so erzählt Ames, bereits im April. Es folgten erste Spielproben: „Typisch, mit dem Heft in der Hand.“ Professioneller wurde es dann ab August: „Dann sollte es schon ohne Heft funktionieren“, sagt Ames. Mittlerweile proben die Schauspieler auf der Bühne, die sie in ihrem Probenraum aufgebaut haben. Da die Mehrzweckhalle ja auch von anderen Vereinen und für den Schulsport genutzt wird, steht diese erst etwa eine Woche vor den Theaterabenden zur Verfügung.