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Tagesförderstätte wird ausgebaut

Die Lebenshilfe baut ihre Tagesförderstätte aus. Auf unserm Archivfoto hilft Kerstin (links) Gabi beim Töpfern. Foto: gog
Die Lebenshilfe baut ihre Tagesförderstätte aus. Auf unserm Archivfoto hilft Kerstin (links) Gabi beim Töpfern. Foto: gog FOTO: gog
St Wendel. Über 300 Leute kamen zum Neujahrsempfang der Lebenshilfe. 2014 wird sich dort vieles tun. So werden etwa die Bereiche Tagesförderstätte und selbstbestimmtes Wohnen ausgebaut. red

"Wir können stolz auf unsere Lebenshilfe sein. Trotz steigender Anforderungen, zum Teil hohen psychischen Druck und stetig enger werdender Rahmenbedingungen haben wir uns auch 2013 gut behauptet", Geschäftsführer Peter Schön blickte beim Neujahrsempfang der Lebenshilfe St. Wendel in der Sporthalle der Integrativen Kindertagesstätte zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Das wirtschaftliche Ergebnis sei zwar nicht so gut wie in den Vorjahren gewesen, führte Schön aus, dies läge primär am ständig steigenden Kostendruck.

Mit rund 330 Mitarbeitern aus den Lebenshilfe-Standorten St. Wendel, Merzig, Birkenfeld, Freisen und Kusel verzeichnete man Rekordbesuch beim Neujahrsempfang. Die Gäste durften sich auch an einem attraktiven Rahmenprogramm mit den Cheerleadern der "Diamond Mafia" und tollen Gesangsdarbietungen der Lebenshilfe-Mitarbeiterinnen Annika Hoff und Anjuli Mendis erfreuen. "Hier wird deutlich, wie viel Potenzial in der Lebenshilfe schlummert", betonte Peter Schön, "wir sollten uns öfter bewusst werden, wie viele weitere Talente und Qualitäten in unserer Lebenshilfe schlummern. Es ist an uns allen, diese zu heben und nutzbar zu machen."

In den nächsten Monaten geht ein lang gehegter Wunsch der Lebenshilfe in Erfüllung. Die Tagesförderstätte in der Werkstraße kann renoviert und der ehemalige Kindergarten zur Nutzung durch die Tagesförderstätte ausgebaut werden. Für diese Umbauarbeiten investiert die Lebenshilfe 1,3 Millionen Euro.

Auch beim "Selbstbestimmten Wohnen" tut sich einiges. In der Wendalinusstraße erstellt ein privater Investor auf Anregung der Lebenshilfe derzeit weiteren Wohnraum für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Ab Mai stehen dort sechs weitere Einzel-Appartements und Räume für eine 4er-Wohngemeinschaft zur Verfügung. Dort werden Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer Alltagsbewältigung durch Fachkräfte der Lebenshilfe unterstützt. Damit kann die Lebenshilfe den gestiegenen barrierefreien Wohnbedarf in diesem Segment besser abdecken. Die Lebenshilfe St. Wendel ist einer der größte Anbieter von Selbstbestimmten Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung im Saarland und unterstreicht so das Selbstverständnis als Anbieter von bedarfsorientierten Angeboten für diesen Klientenkreis.

Auch im Bereich des Stationären Wohnens plant die Lebenshilfe Neuerungen. Gerade für ältere Menschen mit geistiger Behinderung an der Schnittstelle zwischen Wohnheim, Tagesförderstätte oder Werkstatt müsse man Lösungen finden, die zum einen finanzierbar seien, aber auch den Menschen gerecht werden müssten, sagte Peter Schön. Stärkere Pflegebedürftigkeit und die immer größer werdende Nachfrage an Kurzzeit-Pflegeplätzen flössen in die Überlegungen ein.

Geschäftsführer Hermann Scharf ging auf das Thema "Inclusion" ein, das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Der Weg der Inclusion sei vielerorts sein sehr steiniger Weg. In St. Wendel werde dagegen längst Inclusion gelebt. Darauf könne man stolz sein.