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Streit um Resolution für das Saarlouiser Sozialkaufhaus

Saarlouis. Zum ersten Mal, sagte OB Roland Henz, tage der Saarlouiser Stadtrat in dieser Form, nämlich mit Bürgermeisterin Marion Jost und dem hauptamtlichen Beigeordneten Günter Melchior, die beide neu im Amt sind. In Anspielung auf Personaldebatten im Vorfeld der Wahl der zwei fügte er schmunzelnd hinzu: „Wir sind in der Findungsphase der Zusammenarbeit, und wie Sie sehen, hat keiner von uns Schrammen. Von SZ-Redakteur Mathias Winters

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Die blieben dann allerdings nicht aus, denn sowohl bei der Diskussion um die Berufung in Sachen Factory Outlet Wadgassen (wir berichteten) als auch in der Debatte um eine Resolution für das Saarlouiser Sozialkaufhaus ging es heftig zur Sache. Altomaro Locurcio, FWG, stellte einen Zusammenhang her: 100 000 Euro Prozesskosten sparen und damit ein Jahr lang drei Stellen beim Sozialkaufhaus bezahlen. Damit wäre mehr getan, als mit einer nutzlosen Resolution. Dem widersprachen alle anderen Sprecherinnen und Sprecher und reagierten erzürnt auf Locurcios ständige Wiederholungen seiner Argumente. Auf dem Rücken der Betroffenen dürfe nicht solch ein Streit ausgetragen werden, sagte zum Beispiel Gabriel Mahren, Grüne, der seinem Gegenüber "ekelhafte Schleimerei" vorwarf.

SPD und CDU waren sich einig, dass das Ende der Bürgerarbeit, das die Arbeit nicht nur des Sozialkaufhauses in Gefahr bringt, korrigiert werden müsse. Sie wendeten sich damit bewusst an ihre Parteifreunde in Landes- und Bundesregierung. Dass die Stadt mehr tun müsse, etwa indem sie mehr Geld für das Projekt zuschieße, wehrten sie mit dem Argument ab, dass die Stadt bereits sehr viel bezahle. Das habe, erklärte Henz dazu, auch die Vertreterin des Trägers versichert: Die Förderung der Stadt sei beispielhaft und vorbildlich.