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Stadtteilforum hofft auf Finanzspritze

Wehrden. Die finanziellen Mittel des Stadtteilforums Wehrden sind zur Zeit erschöpft, wie Stadtteilmanagerin Anke Klein-Brauer auf der jüngsten Sitzung erläuterte. Jetzt hofft die Einrichtung auf Unterstützung der Stadt, die sich allerdings nicht rühre. Von SZ-MitarbeiterThomas Annen

Das Stadtteilforum Wehrden kann zurzeit keine Projekte finanziell unterstützen. "Der Verfügungsfonds ist ausgeschöpft", erklärte Stadtteilmanagerin Anke Klein-Brauer am Dienstagabend in der Wehrdener Kulturhalle. Bisher wurde der Zuschusstopf aus dem Förderprogramm "Soziale Stadt" gespeist. Doch das ist mittlerweile ausgelaufen.

Das Stadtteilforum hofft, dass die Stadt Völklingen in die Bresche springt und Geld zur Verfügung stellt. Ein entsprechendes Schreiben vom Juli 2013, erklärte Forum-Sprecher Michael Lauer, sei vom Oberbürgermeister und von den Fraktionen noch nicht beantwortet worden.

Was mit relativ wenig Geld bewirkt werden kann, zeigt ein Projekt der Caritas-Gemeinwesenarbeit Wehrdener Berg. Mit Mitteln aus dem Verfügungsfonds wurde in der Zilleichstraße ein Mädchenraum eingerichtet.

Der vom Nachwuchs selbst gestaltete Raum, erläuterte Caritas-Mitarbeiter Harald Trouvain, werde gut angenommen. Viel zu tun gibt es noch in anderen Teilen des in die Jahre gekommenen städtischen Gebäudes. Der Fußboden ist löchrig, die Sanitäranlagen und die Elektroleitungen müssten erneuert werden.

Wegen der hohen Sanierungskosten wurde auch ein Umzug diskutiert. Doch der ist mittlerweile vom Tisch. Die zentrale Lage und der barrierefreie Zugang, betonte Trouvain, hätten für den bisherigen Standort in der Zilleichstraße gesprochen.

"Es muss nicht alles von heute auf morgen gehen", sagte er mit Blick auf die notwendigen Investitionen. Am 11. März werden sich die zuständigen Stadtratsausschüsse vor Ort ein Bild machen.

Bei der Sitzung standen auch einige Dauerthemen auf der Tagesordnung. Schon lange stöhnen die Anwohner der Schaffhauser Straße und der Hallerstraße über die Belastungen durch den Schwerlastverkehr. Entlastung würde eine Verbindungsstraße zwischen Altem Brühl und Torhaus 1 von Saarstahl bringen.

Doch das Projekt liegt auf Eis. Umso mehr pochen die Bürger auf ein Lkw-Durchfahrverbot. Das Forum hofft, dass Oberbürgermeister Klaus Lorig eine entsprechende Sperrung anordnet. Ansonsten werden Protestaktionen, wie etwa Demonstrationen, in Erwägung gezogen.

Diskutiert wurde auch über den künftigen Standort der Fährmann-Skulptur und über eine bessere Verbindung des Saar-Leinpfades mit dem Weltkulturerbe. Im Rahmen der Aufwertung der Rosselmündung sollen die Vorhaben über das grenzüberschreitende Projekt "Das Blaue Band" gefördert werden.