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Show sprengt die Bühne

Völklingen. Nachdem die City-Open-Airs im Völklinger Pfarrgarten ausgeklungen sind, legen die Stadtwerke nach. Ein tolles Show-Programm gab's am Freitagabend im voll besetzten Alten Wasserwerk am Simschel. Von SZ-MitarbeiterAndreas Lang

Ein tolles Programm für Aug' und Ohr hatten Gunni Mahling und sein Showensemble unter dem Motto "The Best of Rock and Pop" am Freitagabend mit ins Alte Wasserwerk am Simschel gebracht. Etwa Elton Johns "Crocodile Rock", von Andreas Nagel gesungen. Während er in vorderster Reihe die Führungsstimme singt, sorgen hinter ihm das übrige Ensemble - lauter Klasse-Sänger und Sängerinnen, die sich aber auch prima in einen Chor einordnen können - und ein gemischtes Tanzquartett für das Optische. Fast das ganze Programm des Show-Ensembles ist durchchoreografiert. Auch beim folgenden Elton-John-Titel "Sorry seems to be the hardest Word", vorgetragen von der "hauseigenen Boygroup". Als schließlich das Schlusslied aus dem Erfolgsfilm "Dirty Dancing" beginnt, fragen sich viele Zuschauer im vollen Simschel-Gelände, ob sie denn zum Saxofon-Solo auch die einzigartige Hebefigur zu sehen bekommen. Zumal das Tanzpaar viele Tanzszenen aus dem Tanzfilm kopiert. In Patrick-Swayze-Manier springt der Tänzer dann auch von der Bühne, tanzt ein paar Takte provozierend vor dem Publikum und fordert dann seine Partnerin zum Sprung auf. Dann aber begibt er sich wieder hinauf und zeigt zwei andere Hebefiguren - und auch dafür gibt es Szenenapplaus.

Die Simschel-Bühne war für das Ensemble übrigens zu klein. So hatten man noch einige Bühnenelemente davor gestellt. Das reichte dann wenigstens für bis zu 14 Sänger und die Tänzer. Die bis zu 19 Instrumentalisten aber auch noch unterzubringen, war einfach nicht drin. Die Technik musste helfen. Der Leiter und Namensgeber des Ensembles, Gunni Mahling, spielte die Musik als Playback vom Computer ab. "Bis auf wenige Ausnahmen sind das aber alles Aufnahmen, welche die Band oder ich alleine eingespielt haben", so Mahling. Das wurde zum Beispiel beim von Sue Lehmann gesungenen "Proud Mary" in der Tina-Turner-Version deutlich. Im Mahling-Arrangement gibt es nämlich kurz vor Schluss noch einige Rhythmus-Passagen, in denen die beiden Tanzpaare glänzen können.

Mahling hatte alle Hände voll zu tun. Nicht nur stets die richtigen Regler zu ziehen, sondern auch seine Sänger und Sängerinnen im Bedarfsfall zu dirigieren. Dazu hatte er sich extra einen kleinen LED-Strahler an seinen Arbeitsplatz gestellt. Nicht um selbst in einem guten Licht zu stehen oder seinen Arbeitsplatz im Dunkeln im Blick zu haben. Nein, wichtig war es, eine dirigierende Hand auf der Bühne gut zu sehen. Die kam vor allem bei langsamen Titeln zum Tragen, die unter die Haut gingen, wie die Hymne "Halleluja" oder Whitney Houstons "One Moment in Time”.

Eddie Gimmler beendet mit seinem Soloprogramm "Eddie Solo" am Sonntag, 15. September, die Open-Air-Reihe im Alten Wasserwerk am Simschel.

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