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Voting
Nominiert für den Engagementspreis

Die beteiligten Schüler bei der Einweihung des Stolperstein-Projekts am Lotte-Koschelnik-Platz. Jetzt hofft die Gemeinschftsschule in Türkismühle auf einen Preis für ihr Engangement.    
Die beteiligten Schüler bei der Einweihung des Stolperstein-Projekts am Lotte-Koschelnik-Platz. Jetzt hofft die Gemeinschftsschule in Türkismühle auf einen Preis für ihr Engangement.   FOTO: Jörg Friedrich
Türkismühle. Die Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle ist mit zwei Projekten im Wettbewerb vertreten. Bis 22. Oktober läuft die Abstimmung. Von Frank Faber

Die Gemeinschaftsschule (GMS) Nohfelden-Türkismühle ist mit zwei Arbeitsgemeinschaften (AG) für den Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Bis zum 22. Oktober kann im Internet für die Projekte abgestimmt werden. Der Deutsche Engagementpreis ist eine bundesweite Auszeichnung und der Dachpreis für freiwilliges Engagement. Er wird in jedem Jahr am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamtes, in Berlin vergeben. In diesem Jahr sind insgesamt 554 Projekte zur Nominierung vorgeschlagen worden.


Beim mit 10 000 Euro dotierten Publikumspreis ist die Schul-AG „Begegnungen – Inklusive Projekte mit Menschen mit Beeinträchtigungen“ dabei. Sie existiert seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 als Gemeinschaftsprojekt zwischen der Lebenshilfe Neunkirchen und St. Wendel und wird von Lehrerin Annette Fischer geleitet. In verschiedenen Aktivitäten werden die Teilnehmer, etwa 15 Schüler der Klassenstufen fünf bis 13, erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung der Lebenshilfe sowie drei bis fünf ehrenamtliche Helferinnen, mit dem Thema Inklusion vertraut gemacht. Bei Begegnungstagen bauen sie gegenseitige Vorurteile und Berührungsängste ab und leben so Inklusion im gleichberechtigten Miteinander. Dabei sammeln die Teilnehmer durch soziales Lernen einen Erfahrungsschatz, Sozialkompetenz und tragen gleichzeitig auch zur Aufklärung in ihrem gesellschaftlichen Umfeld bei. Die Gruppe trifft sich entweder in der Gemeinschaftsschule oder in den Räumlichkeiten der Lebenshilfe zum gemeinsamen Kochen, Basteln und Spielen. Darüber hinaus arbeiten die Schüler an Praktikumstagen in inklusiven Betrieben.

Des Weiteren nominiert ist das Projekt „Multimediale und inklusive Erinnerungsarbeit“. GMS-Lehrer Jörg Friedrich hat sich am Ende der siebten Klasse entschieden, mit seiner Stolperstein-AG, Projekte im Sinne des Konzeptes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anzubieten. Dazu gehört das Verlegen von Stolpersteinen, die Dokumentation in zwei Filmen, eine Ausstellung zur jüdischen Geschichte und eine dazugehörige Homepage. Mittlerweile blickt Friedrich auf sieben Jahre Projektarbeit zurück und betätigt sich zusätzlich in anderen Schulprojekten. Eines davon ist die Ausstellung „Jüdisches Leben in der Gemeinde Nohfelden“. Sie ist ein Projektergebnis der Stolperstein-AG, bestehend aus Jugendlichen der Gemeinschafts-
schule Nohfelden-Türkismühle/Nonnweiler-Primstal in Zusammenarbeit mit dem Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel.



Hier gehts zur Abstimmung:
www. deutscher-engagementpreis/
publikumspreis