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Riesen-Theater um zwei Sitzbänke

Heusweiler. Die Debatte im Ortsrat Heusweiler über die Aufstellung von zwei Sitzbänken am Köllertalradweg artete zum Wahlkampf-Geplänkel aus. Bis Ratsmitglied Ulrich Steinrücken für Ruhe sorgte. dg

Eigentlich ging es in der jüngsten Sitzung des Heusweiler Ortsrates nur um zwei Sitzbänke. Doch weil bald Kommunalwahl ist, flogen Giftpfeile durch den Saal. Die CDU hatte den Antrag gestellt, dass am neu asphaltierten Köllertalradweg zwischen Walpershofen und Heusweiler eine oder zwei Sitzbänke auf gemeindeeigenen Flächen aufgestellt werden sollen. Finanziert werden sollen die Bänke aus dem Ortsratsbudget.

Ein unspektakulärer Antrag, der jedoch hohe Wellen schlug. Ortsvorsteher Gerhard Fisch (SPD) erinnerte an eine Abmachung, dass keine Bänke mehr aus dem Ortsratsbudget bezahlt werden sollen. "Als wir eine Bank vor dem Heusweiler Kino brauchten, bin ich deshalb zu Peter Paulus gegangen (Anmerkung der Redaktion: Fachbereichsleiter Umwelt- und Naturschutz bei der Gemeindeverwaltung), und drei Tage später stand da eine Bank." Fisch verpasste CDU-Sprecher Volker Leinenbach einen Anpfiff: "Ich hätte gedacht, dass Sie als Beigeordneter sich auch direkt an Peter Paulus wenden würden. Dann hätte schon 2013 eine Bank am Köllertalradweg gestanden." SPD-Sprecher Stephan Schmidt gab ebenfalls Feuer: "Man merkt, es ist Wahlkampf. Die CDU hat in den letzten fünf Jahren im Ortsrat keinen einzigen Antrag gestellt, heute aber alleine drei." Schmidt erklärte, dass er recherchiert habe: "In den letzten fünf Jahren hat die SPD im Ortsrat 17 Anträge gestellt, die FDP fünf, die Linke fünf, die Naturverbundene Ökologische Liste vier und die CDU - wenn man es wohlwollend betrachtet - einen. Und zwar am 8. November 2012, der zudem ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen war." Helmut Maas, Ortsvorsteherkandidat der CDU bei der Kommunalwahl am 25. Mai, wehrte sich gegen Schmidts Attacke: "Wenn der Bürger auf uns zukommt und sich Ruhebänke wünscht, hat das nichts mit Wahlkampf zu tun. Der Ortsrat ist für die Bürger da und soll deren Wünsche erfüllen." Schmidt jedoch war weiter kampfeslustig: "Dann muss ich die CDU fragen, ob sie in den zurückliegenden fünf Jahren nicht mit dem Bürger geredet hat, sondern erst jetzt, kurz vor den Wahlen." Diese Aussage versetzte die CDU in Rage, doch bevor es zu weiteren verbalen Angriffen kam, sorgte Ulrich Steirnücken (NÖL) mit einem Antrag auf Ende der Debatte für Ruhe. "Ich weiß nicht, warum ihr euch so aufregt. Es wurde doch gesagt, dass die Verwaltung das mit den Bänken auf dem kurzen Dienstweg machen kann." Dies sagte in der Ortsratssitzung Peter Paulus auch zu. Schließlich beschloss der Rat einstimmig, dass die Verwaltung "ein bis zwei" Sitzbänke am Köllertalradweg aufstellen soll. Nur Steinrücken enthielt sich: "Wegen des Theaters, das ihr gemacht habt."