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Nationalpark
Rechnungshof rügt Nationalpark

Nonnweiler/Nohfelden. Kritik am Nationalpark Hunsrück-Hochwald äußert der Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz in seinem aktuellen Bericht. Auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung  berichtet Cosima von Wittenburg, die Direktorin des Rechnungshofes des Saarlandes: „Diese Feststellungen beziehen sich im Großen und Ganzen auf die rheinland-pfälzische und die saarländische Seite.“ Von Melanie Mai

Kritik am Nationalpark Hunsrück-Hochwald äußert der Landesrechnungshof Rheinland-Pfalz in seinem aktuellen Bericht. Auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung  berichtet Cosima von Wittenburg, die Direktorin des Rechnungshofes des Saarlandes: „Diese Feststellungen beziehen sich im Großen und Ganzen auf die rheinland-pfälzische und die saarländische Seite.“


Die wesentlichen Feststellungen des Rechnungshofs betreffen den Nationalparkplan. Zwei Jahre nach Errichtung des Parks fehlten immer noch wesentliche Bestandteile: „Insbesondere waren konkrete Schutz- und Entwicklungsziele nicht erarbeitet; eine mittelfristige Kosten- und Finanzierungsplanung war nicht erstellt“, so  Philip Stöver vom Rechnungshof in Speyer. Weiter werde beanstandet, dass bezüglich der Nationalpark-Tore und der Unterbringung des Nationalparkamts notwendige Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen unterblieben seien, außerdem habe  kein Konzept  für die weitere Verwendung der Forsthütten vorgelegen. Auch seien weder der Personalbedarf noch die Erstattungsbeträge, die das Saarland zu leisten hat, ermittelt worden, nennt Stöver die wesentlichen Punkte. Was den Standort der Tore angeht, da bemängelt der Rechnungshof lediglich die Tatsache, dass bis heute keine weiteren Alternativen geprüft worden seien. Von saarländischer Seite heißt es: „Hier stellt sich  die grundsätzliche Frage, ob der Nationalpark drei separate Tore benötigt. Diese Frage ist jedoch politisch entschieden.“