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Offenes Ohr für Jugendliche

Spaß, Spiel und auch Lernen stehen im Mittelpunkt bei den Schulungen für die Jugend-Betreuer. Sie werden vom Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt in der Saarpfalz ausgebildet. Foto: AWO
Spaß, Spiel und auch Lernen stehen im Mittelpunkt bei den Schulungen für die Jugend-Betreuer. Sie werden vom Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt in der Saarpfalz ausgebildet. Foto: AWO FOTO: AWO
Bexbach/Kirkel/Homburg. Wer Jugendliche betreuen möchte, muss vieles wissen. Nicht nur, wie man Spaß und Spiele organisiert, sondern auch, wie man Hilfe leistet. Das Jugendwerk der AWO setzt einen Schwerpunkt in Homburg. Jürgen Neumann

Seit Jahren organisiert das Landesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Saarland für Jugendliche und junge Erwachsene Betreuerschulungen nach Richtlinien der Jugendleiter-Card, kurz JuLeiCa. Damit ist die Aufsicht über Kinder und Jugendliche während verschiedener Ferien-Freizeiten gewährleistet.

"Dieses Jahr kooperiert das Kreisjugendwerk Saarpfalz mit der Jugendleiterausbildung" sagt die Jugendbildungsreferentin bei der Awo, Stephanie Buchheit, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die JuLeiCa diene der Legitimation ehrenamtlicher Jugendleiter gegenüber Erziehungsberechtigten, Politik und Gesellschaft sowie staatlichen und nicht-staatlichen Stellen. Der Erhalt der Card sei, so die Awo-Mitarbeiterin, an definierte Qualitätsstandards für die Ausbildung zur Jugendleiterin oder zum Jughendleiter gebunden.

Buchheit: "Diese gewährleisten, dass die Inhaberinnen und Inhaber verantwortlich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig werden können." Die aktuelle Schulung im Saarpfalzkreis wird in der Hohenburg-Jugendherberge in Homburg stattfinden. Sie ist am Wochenende vom 23. bis 25. Mai die erste von mindestens drei Pflichtveranstaltungen zum Thema "Recht, Spiele & Kindeswohlgefährdung".

"Gerade in dieser grundlegenden Schulung werden die Betreuer daraufhin geschult, was in Ferienmaßnahmen alles geschehen kann. Natürlich stehen aber spielerische und erlebnisorientierte Inhalte im Vordergrund", meint die Jugendbildungsreferentin. Also hieße es hier nicht unbedingt Theorie büffeln, sondern mit viel Spaß und Gemeinschaftssinn die Inhalte erleben.

Bis zu den Sommerferien organisiert das Landesjugendwerk in verschiedenen Kreisen noch weitere unterschiedliche Schulungsworkshops, die sich über die Themen Spiele in Freizeiten, Erste-Hilfe-Kurse bis hin zu Inklusion und Fairer Handel erstrecken.

Und wo gehen die Freizeiten hin? Narbonne in Südfrankreich oder an den Rannasee an der bayerisch-österreichischen Grenze. Besonders beliebt ist auch die Reiterfreizeit im Warndt. Jugendaustausch steht in der Beliebtheitsskala bei Jugendlichen auch hoch im Kurs. Zur Auswahl stehen dabei der ukrainisch-deutsche und der französisch-deutsche Jugendaustausch. Im Freizeitangebot sind auch Klettertouren, Wintersport oder Mountainbike-Touren, die natürlich, wie alle anderen Freizeiten auch, von ausgebildeteten Jugendleitern begleitet werden.

Das Saarpfalz-Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt ist auch erstmals Kooperationspartner bei der "Bildungsfreizeit Schnupperwochen" die vom 28. Juli bis 8. August im Haus der Begegnung in Erbach stattfinden wird.

Eine Anmeldung erfolgt über das Jugendwerk der Awo unter Tel. (0 68 98) 85 09 40 oder per Mail: kjw-saar-pfalz@jugendwerk-saar.de.


Zum Thema:

Auf einen BlickDas Landesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Saarland, mit Sitz in Ludweiler im Warndt, besteht seit 1976 als Träger der freien Jugendhilfe. Es steht für solidarische Hilfe zur Selbsthilfe; ist unabhängig von politischen, ethischen, nationalen und konfessionellen Zugehörigkeiten. Das Werk bietet eine umfangreiche Jugendbildungsarbeit fördert die Kinder- und Jugendkultur. Es setzt sich als "Anwalt" der Kinder und Jugendlichen für deren gesellschaftliche Belange ein. Das Jugendwerk arbeitet in vielen gesellschaftlichen Bereichen und legt jährlich ein attraktives Ferienfreizeitprogramm vor. Es pflegt den Generationen übergreifenden Dialog und kooperiert europaweit mit anderen Trägern. Das Landesjugendwerk wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt, der von einer Geschäftsstelle und mehreren Arbeitskreisen unterstützt wird. jkn