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Muss Nohfelden sich stärker einbringen in Sachen Nationalpark?

Nohfelden. Schon im Vorfeld der Gemeinderatsitzung am Donnerstag in Nohfelden wurde eifrig diskutiert. Und zwar über das Engagement der Gemeinde in Sachen Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Laut SPD müsse da mehr passieren. Melanie Mai

Im Mai wird der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eröffnet. In der Gemeinde Nohfelden merke man davon jedoch nichts, ist die Meinung der SPD . "Während in Nonnweiler bereits konkrete Projekte im Bau sind und die Bagger rollen, tut sich in der Gemeinde Nohfelden in Sachen Nationalpark nahezu nichts. Als Nationalpark-Anrainer ist die Gemeinde bisher nicht ausreichend in das Nationalpark-Konzept eingebunden und kann daher auch nicht in nennenswertem Umfang von positiven Auswirkungen profitieren", kritisiert der Erste Beigeordnete der Gemeinde Nohfelden , Christian Barth. Damit Bewegung in die Sache kommt, hat die SPD-Fraktion für die nächste Gemeinderatssitzung am morgigen Donnerstag, 26. März, 17.30 Uhr, im Rathaus einen Antrag gestellt, so dass sich der Rat mit dem weiteren Vorgehen beschäftigen müsse.

Bürgermeister Andreas Veit zeigt sich überrascht von dem SPD-Antrag und hält die Kritik für "überzogen". Er habe kein Problem damit, ein Konzept in Auftrag zu geben. "Aber es muss doch konkrete Vorstellungen geben", kritisiert er die SPD . Eine gute Idee werde er mit Sicherheit nicht ablehnen.

Er verweist aber auch darauf, dass der Nationalpark ein "Jahrhundert-Projekt" sei. An Pfingsten falle zwar der Startschuss, "aber er wird sich über Jahrzehnte entwickeln". Und das gelte auch für den Tourismus. Ganz so untätig sei die Gemeinde jedoch nicht. Es gebe einen Arbeitskreis, der sich mit dem Thema beschäftige. Unter anderem sei geplant, Radrouten rund um den Nationalpark zu entwickeln. Derzeit werde geprüft, welche Zuschüsse dafür akquiriert werden könnten. Außerdem werde überlegt, Wohnmobilstellplätze am Golfplatz in Eisen auszuweisen - als Ausgangspunkt für Wanderrouten.