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Mundart-Treffen in der Bosener Mühle

Bosen. Vor 25 Jahren nahm eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang: Sechs Sprachkünstler aus unterschiedlichen Sprachgebieten trafen sich in der Bosener Mühle am Bostalsee, verbrachten hier eine Woche, tauschten sich aus, sammelten Eindrücke, Erfahrungen, verarbeiteten sie und schrieben sie auf - in ihrem Dialekt. "Die ursprüngliche Idee war, in der Abgeschiedenheit sechs verschiedene Mundarten aufeinander treffen zu lassen. Warum nicht sechs Mundart-Autoren aus dem Saarland? Warum ganz verschiedene Sprachen aus deutschsprachigen Gebieten? Es gab wohl eine Idee im Hintergrund: Die Saarländer sollten von den Mundarten anderer Regionen den selbstbewussten Umgang mit der Muttersprache lernen", sagt der Saarbrücker Schriftsteller Georg Fox, der beim ersten Symposium 1993 dabei war. red

Vor 25 Jahren nahm eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang: Sechs Sprachkünstler aus unterschiedlichen Sprachgebieten trafen sich in der Bosener Mühle am Bostalsee, verbrachten hier eine Woche, tauschten sich aus, sammelten Eindrücke, Erfahrungen, verarbeiteten sie und schrieben sie auf - in ihrem Dialekt. "Die ursprüngliche Idee war, in der Abgeschiedenheit sechs verschiedene Mundarten aufeinander treffen zu lassen. Warum nicht sechs Mundart-Autoren aus dem Saarland? Warum ganz verschiedene Sprachen aus deutschsprachigen Gebieten? Es gab wohl eine Idee im Hintergrund: Die Saarländer sollten von den Mundarten anderer Regionen den selbstbewussten Umgang mit der Muttersprache lernen", sagt der Saarbrücker Schriftsteller Georg Fox, der beim ersten Symposium 1993 dabei war.


Das Experiment glückte, von Beginn erregte das Mundartsymposium in der Bosener Mühle Aufmerksamkeit, hatte Vorbildcharakter, verhalf der Mundart im Saarland, einen literarischen Rang zu erklimmen. Mit dem Eindrücke klar und ehrlich vermittelt werden, mit der man Gefühle echt und unverfälscht formuliert . Und: Aus dem Mundartsymposium sind weitere Gruppen und Initiativen erwachsen, wie etwa die Bosener Gruppe, ein Verbund rhein- und moselfränkischer Autoren.

"Die Pflege der Mundart nimmt im Landkreis St. Wendel einen hohen Stellenwert ein", sagt Landrat Udo Recktenwald. "Mundart ist Heimat und Identität. Hochdeutsch mag nationale Amtssprache sein, Mundart ist Emotion, Herz, kommt von innen. So wie mir schwätze, so senn mär ach."



Seit 2007 besteht der alle zwei Jahre stattfindende Saarländische Mundartpreis mit dem Sparkassenverband, der Stadt Völklingen und SR 3 Saarlandwelle, der Landkreis unterstützt Projekte und Publikationen, die sich der Mundart widmen, und veranstaltet schließlich seit 25 Jahren gemeinsam mit SR 3 Saarlandwelle das Mundartsymposium in der Bosener Mühle. Eine Erfolgsgeschichte, die wir auch in Zukunft weiterschreiben wollen."

Somit kommen auch 2017 Mundartautoren aus verschiedenen Sprachgebieten zusammen, besichtigen das St. Wendeler Land, debattieren, diskutieren - und schreiben. Die Abschlussveranstaltung beginnt am Samstag, 29. April, 19.30 Uhr, in der Bosener Mühle. Wo die Teilnehmer das, was sie über das St. Wendeler Land in ihrem Dialekt zu sagen haben, präsentieren.