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Miniboot-Kapitäne stechen in See

Bosen. Den Modellseglern blies bei der Herbstregatta am Bostalsee ein heftiger Wind ins Gesicht. Was bei der Ausfahrt der Flotte so spielerisch leicht aussah, forderte den Miniaturboot-Kapitänen an der Fernsteuerung ein Höchstmaß an Maßarbeit, Fingerspitzengefühl und Konzentration ab Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Bosen. Den Modellseglern blies bei der Herbstregatta am Bostalsee ein heftiger Wind ins Gesicht. Was bei der Ausfahrt der Flotte so spielerisch leicht aussah, forderte den Miniaturboot-Kapitänen an der Fernsteuerung ein Höchstmaß an Maßarbeit, Fingerspitzengefühl und Konzentration ab. Bei stark böigen Winden steuerten sie Segel und Ruder, stellten ihr seglerisches Können unter Beweis, um im Wasserweg die Ideallinie zu finden. "Wir müssen uns unterschiedlichen Herausforderungen stellen, weil wir bei dem Wind nicht standardmäßig fahren können", erklärte Egon Büscher, der Vorsitzende der Modell-Segel-Freunde Saar.Erstmals steuerten sie ihre Schiffe an der Seepromenade von einen Schwimmsteg aus, den der Bauhof des Freizeitzentrums Bostalsee ihnen eigens gebaut hatte. "Der Wind drückt auf das Vorsegel und gibt viel Fahrt. Man hat so kaum eine Möglichkeit das Boot zu manövrieren", meinte Hans Steingötter. So entstanden Karambolagen und Defekte.



Die Satori von Patrick Hoss musste mit einer beschädigten Segelwinde zur Reparatur in die Werft. "Gerade für Segeljachten mit einem hohen Mast sind die äußeren Bedingungen problematisch", erläuterte Steingötter. Deshalb ließ er seinen Zweitmast-Schoner Lotti S nicht zu Wasser. Die Taufe der von Hans-Jürgen Pack gebauten arabischen Dau Balzora wurde selbstverständlich mit einem Gläschen Sekt gefeiert. "Zehn Monate habe ich an dem Boot gebaut. Den Plan dazu habe ich mir im Internet besorgt", sagte Pack. Seine Grundidee war es, möglichst Naturfarben für die Lackierung zu verwenden.

Mit der abschießenden Herbstregatta haben die Modell-Segel-Freunde ihre diesjährige Saison am Bostalsee nun beendet.