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Mehr Patienten in den Arztpraxen im Saarland

Saarbrücken. Die Zahl der Patienten in den Praxen der saarländischen Kassenärzte ist binnen Jahresfrist gestiegen, obwohl die Zahl der Versicherten leicht zurückgegangen ist. Nach einer Auswertung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) stieg die Behandlungsfallzahl, also die Zahl der behandelten Patienten, vom dritten Quartal 2012 zum dritten Quartal 2013 von 739 925 auf 765 731. Daniel Kirch

Dies entspricht einem Anstieg um 3,5 Prozent. Die Zahl der Versicherten sank im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent auf 859 483. Mit dem Anstieg der Behandlungen hatte die KV im Dezember auch ihre Forderung nach einer Erhöhung der Ärztevergütungen begründet.

KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann wollte nicht spekulieren, ob der Anstieg der Fallzahlen mit dem Wegfall der Praxisgebühr zum 1. Januar 2013 zu tun haben könnte. Er sei nach wie vor der Ansicht, dass die Steuerungswirkung der Gebühr "marginal" gewesen sei; eine ganz erhebliche Zahl von Versicherten sei sowieso befreit gewesen. Der Sprecher des Verbandes der Ersatzkassen im Saarland, Axel Mittelbach, sagte, aus dem Anstieg der Fallzahlen eines Quartals zum Vorjahresquartal könne man keine Tendenz ableiten, da die Quartalszahlen zum Teil stark schwankten. Sie könnten mit Erkältungswellen oder dem Zeitpunkt der Ferien in Zusammenhang stehen.

Bei den Fachärzten fällt der Anstieg mit 5,6 Prozent, einem Plus von 40 000 Patienten, besonders deutlich aus. 5000 dieser 40 000 zusätzlichen Behandlungen entfallen laut KV auf HNO-Ärzte. "Hier könnte es sein, dass die Versicherten wegen Erkältungen unmittelbar zum HNO-Arzt gehen", meinte Hauptmann. 3500 entfallen auf zusätzliche Krebsvorsorgen.

Deutlich wird der Wegfall der Praxisgebühr bei der Zahl der Überweisungen. Sie sank binnen Jahresfrist von 437 048 auf 213 469.