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Mainzweiler Narren auf Zeitreise zu Galliern, Römern und Druiden

Mainzweiler. . Unter dem Sessionsmotto „Nix ist so fix wie Asterix und Obelix“ begibt sich das Organisationskomitee Mainzweiler Fastnacht (OMK) in diesem Jahr auf eine Zeitreise zu Galliern, Römern und Druiden. Von SZ-MitarbeiterHeinz Bier

In dem kleinen gallischen Dorf gab es am Samstagabend unter anderem ein Wiedersehen mit den Tollitäten der vergangenen Kampagne, denn die beiden Prinzessinnen Tina I und Melanie I regieren auch in dieser Kampagne die Mainzweiler Narren ("die Mannsleit mache, was mir saan").

Nachdem Sitzungspräsident Achim Wagmann die erste OMK-Sitzung mit einem Schluck Zaubertrank eröffnet hatte, stieg Filius Sebastian Wagmann als erster Redner in die Bütt, um seine Erlebnisse beim Familienurlaub auf dem Lande zu schildern. Tanzmariechen Janine Danneck legte einen flotten Marschtanz auf das Parkett, und als danach Tobias Staub als "Azubi im Rathaus" aus dem Nähkästchen plauderte, dürften einige Details auch für Bürgermeister Holger Schäfer im Publikum neu gewesen sein. "Ich hann den scheenschde Job off de Welt, ich bin jetzt im Rathaus angestellt", freute sich der reale Polizeibeamte bei seiner Premiere als Büttenredner. Für den Ottweiler Verwaltungschef gab es danach ein Ständchen, denn Holger Schäfer feierte einen Tag vor der Kappensitzung Geburtstag.

Insa Meiser philosophierte über die vielfältigen Entscheidungen, die man Zeit seines Lebens treffen muss und nannte als Beispiel ein tägliches Abwägen: "Das mit den Entscheidungen fängt schon morgens an, wenn der Wecker klingelt, dann muss man sich entscheiden, ist man krank oder gesund". Die sieben Troubadixe der Singgruppe der Sängervereinigung Mainzweiler beendeten der ersten Teil der Sitzung mit lokalbezogenen Texten zu bekannten Melodien. Dabei nahm das Ensemble unter der Leitung von Gernot Werkle die fehlenden Verkehrskreisel in Ottweiler nach der Melodie von Yellow Submarin genauso auf die Schippe wie die mangelnde Gastronomie in Mainzweiler oder nach der Melodie von Griechischer Wein den allzu frühen Zapfenstreich in den Kneipen der Stadt ("krieg ich hier Wein oder muss ich heimwärts laufen").

Mit einem originellen aber auch optisch gelungenen Beitrag als "Kölner Freunde" zur Musik Kölner Kultbands eröffneten die Turnerfrauen des TuS Mainzweiler die zweite Halbzeit der Sitzung in der Schulturnhalle. Bei ihnen musste die Choreografie ebenso stimmen wie danach bei Tanzmariechen Steffi Saieva. Als "Schönheit vom Lande" klagte Nadja Wagmann in der Bütt über ihre vergeblichen Bemühungen, endlich den Mann fürs Leben zu finden. Ihre Wunschvorstellung: "Liewer e Mann, reich unn gesund, als so e kranker Hund".

Danach gehörte die Bühne noch einmal der Froschgarde mit einem Schautanz, ehe Achim Wagmann und Stefan Dörrenbecher mit ihrer Mottorede als Asterix und Obelix die Reihe der Büttenredner beschlossen. Mit einer sehenswerten Schau präsentierte sich die Tanzformation Take Two unter der Leitung und die Gruppe Waribu löste mit ihrem Auftritt einen Wetteinsatz ein. Für den Schlusspunkt sorgten die AH-Fußballer des TuS als "Maazweller Feger" mit Blaumann und Besen.


Zum Thema:

Auf einen BlickMitwirkende: Prinzenpaar Melanie I. und Tina I., Sitzungspräsident: Achim Wagmann, Elferrat: Uwe Danneck, Stefan Dörrenbecher, Christian Breyer, Heiner Becker, Katrin Hinsberger, Nadja Wagmann, Gernot Werkle und Achim Wagmann, Büttenredner: Sebastian Wagmann, Insa Meiser, Tobias Staub, Nadja Wagmann, Stefan Dörrenbecher und Achim Wagmann, Froschgarde, Schautanzgruppe Froschgarde und Tanzmariechen Janine Danneck, Trainerin: Nadine Mai, Tanzmariechen Steffi Saieva, Trainerin: Heike Saieva, Sängervereinigung (Singgruppe), Leitung/Texte: Gernot Werkle, TuS-Turnerfrauen, Trainerin: Orana Klos, Idee: Marion Bauer, TuS-AH, Trainer: Erich Becker, Tanzgruppe Take Two, Leiterin: Sonja Bleymehl, Gruppe Waribu, Hallendekoration: Gernot Werkle und Engelbert Oster, Technik: Stefan Hinsberger, Musik: Horst Holzer. heb