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Lob und Anbetung der Gottesmutter klangvoll vertont

 Bei seinem Konzert in der protestantischen Stadtkirche präsentierte der Kammerchor Canta Nova Saar besondere Lieder aus dem religiösen Kontext.Foto: Bernhard Reichhart
Bei seinem Konzert in der protestantischen Stadtkirche präsentierte der Kammerchor Canta Nova Saar besondere Lieder aus dem religiösen Kontext.Foto: Bernhard Reichhart FOTO: Bernhard Reichhart
Homburg. Ausgewogene Sangeskunst, die in die Herzen der Zuhörer drang, begleitet von Christian von Blohn an der Orgel, bot der Kammerchor Canta Nova Saar. In einem überzeugenden Konzert wurde selten zu hörende Werke geboten. re

Marienlob und Himmelslicht - so könnte man die beiden Fixpunkte des neuen Programms des Kammerchores Canta Nova Saar bezeichnen. Unter der Leitung von Bernhard Schmidt präsentierte sich der Chor in der protestantischen Stadtkirche in Homburg unter dem Titel "Ave Maris Stella" mit einer herausragenden gesanglichen Darbietung (wir berichteten).

Begleitet wurde das 25-köpfige Ensemble, dessen Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Saarland kommen, von Christian von Blohn an der Orgel. Zu hören waren religiöse und spirituelle Kompositionen von John Tavener, Edvard Grieg, Javier Busto über Morten Lauridsen, Jonathan Dove bis hin zu John Rutter und Eric Whitcare. Klangvoll wurden in den überwiegend a Cappella vorgetragenen Werken Lob und Anbetung der Gottesmutter vertont. Daneben standen Werke, die vom "Meerstern" zu anderen Lichtern in allen Formen führten und dank der wunderbar ausgewogenen Sangeskunst von Canta Nova in die Herzen des Publikums drangen.

So erklangen in der gut besuchten Stadtkirche Griegs "Ave maris stella" sowie Taveners "Hymn o the mother of god", marianische Hymnen an Gottes Mutter. Der nur von den Frauen des Chores gesungene Lobgesang "Magnificat" von Javier Busto war ein wahrer Hörgenuss. Von bestechender klanglicher Schönheit erwies sich das hochvirtuose "Seek him, who maketh the seventh star", dem Leitstern der Seefahrer, von Jonathan Dove, einem in Deutschland selten zu hörenden britischen Komponisten der jüngeren Generation.

Mit "Stars" von Eric Eisenvalds sowie dem populären "Lux Aurumque", dem Licht von reinem Gold, von Whitmare wurde es schließlich in der Kirche ganz mystisch. Kongenial abgerundet wurde das eindrucksvolle Konzert mit dem Orgelspiel von Christian von Blohn, der mit "Méditations sur le mystère de la Sainte Trinité" sowie "Offrande et Alleluia final" aus "Livre du Saint Sacrement" Werke des wohl berühmtesten französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Olivier Messiaen, präsentierte.

Mit diesem ersten Konzertprogramm des Jahres 2014 hat der zuletzt beim Saarländischen Chorwettbewerb mit einem ersten Preis ausgezeichnete Chor einen außerordentlich erfolgreichen Auftakt abgeliefert und zu Beginn des neuen Jahres einem begeisterten Publikum in der protestantischen Stadtkirche den gewohnten nachweihnachtlichen Glanz geboten.

Der Höhepunkt dieses Jahres ist für den Chor dann im Mai die Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb in Weimar. "Eine spannende Herausforderung für unseren Chor", betonte Dirigent Bernhard Schmidt im Gespräch mit unserer Zeitung.


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Auf einen Blick Der Kammerchor Canta Nova Saar wurde im Jahr 2000 von Martin Berger als studentisches Ensemble gegründet. 2002 wurde der Chor im Rahmen eines Festkonzertes beim Saarländischen Rundfunk mit dem Förderpreis Musik der Sparkassenfinanzgruppe Saar ausgezeichnet. Die musikalische Leitung des Ensembles liegt seit 2010 in den Händen von Bernhard Schmidt. Er ist seit 2013 zudem Verbandschorleiter im Saarländischen Chorverband für die Ausbildung des dirigentischen Nachwuchses verantwortlich. re