| 10:58 Uhr

Einsatz
Küchenbrand hält Feuerwehr in Atem

Zu einem Wohnungsbrand in der Matzenbergstraße in Sötern musste die Feuerwehr in der Nacht zu Samstag. Foto: Daniel Gisch
Zu einem Wohnungsbrand in der Matzenbergstraße in Sötern musste die Feuerwehr in der Nacht zu Samstag. Foto: Daniel Gisch FOTO: Daniel Gisch
Sötern. Der Mieter der Wohnung in Sötern versuchte noch selbst zu löschen. Dabei erlitt er leichte Verbrennungen. Von Evelyn Schneider

Eigentlich hat sich ein 27-jähriger Mieter bloß Essen auf dem Herd aufwärmen wollen, doch plötzlich stand in der Nacht auf Samstag die Küche in Flammen. Wie die Polizei berichtet, hatte der Mann in der Matzenbergstraße in Sötern gegen 0.30 Uhr die eingeschaltete Herdplatte kurz alleine gelassen. Als er wieder in die Küche kam, versuchte er vergeblich, den Brand zu löschen. Die Flammen griffen auf die hölzerne Deckenverkleidung über und breiteten sich über das Küchenfenster weiter aus.


Wie Daniel Gisch, Sprecher der Feuerwehr in der Gemeinde Nohfelden, berichtet, hatte sich das Feuer bereits auf die Außenfassade des Gebäudes ausgebreitet, als die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Daher sei nachalarmiert worden. Bis 3.30 Uhr waren 75 Feuerwehrleute mit dem Löschen beschäftigt. „Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht war, musste die hölzerne Hausfassade mit einer Spezialsäge geöffnet werden, um Glutnester abzulöschen und ein Übergriff auf den Dachstuhl zu verhindern“, erläutert Gisch. Anschließend wurde das Gebäude vom Rauch befreit, mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und zusätzlich eine Brandwache eingerichtet. Der Hausbewohner hatte sich bei seinen Löschversuchen leichten Verbrennungen zugezogen. Diese wurden in einem Krankenhaus behandelt.

Die Höhe des am Gebäude entstandenen Schadens kann die Polizei noch nicht beziffern. Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Nordsaarland berichtet, stießen Beamte während der Ermittlungsarbeiten zur Brandursache auf eine Indoorplantage mit Canabispflanzen, welche abgeerntet wurde.



Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 14 Fahrzeugen, zwei Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes sowie ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Für den Zeitraum der Löscharbeiten musste die L 330 im Bereich der Hauptstraße für mehrere Stunden voll gesperrt werden.