| 20:54 Uhr

Nationalpark
Eine zukunftsweisende Kooperation

Hochschulpräsident Prof. Dr. Norbert Kuhn (Mitte) unterschreibt die Kooperationsvereinbarung im Beisein des Leiters des Nationalparkamtes, Dr. Harald Egidi (l.), und der politischen Repräsentanten.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Norbert Kuhn (Mitte) unterschreibt die Kooperationsvereinbarung im Beisein des Leiters des Nationalparkamtes, Dr. Harald Egidi (l.), und der politischen Repräsentanten. FOTO: Jannik Scheer
Neubrücke. Drei Jahre nach Eröffnung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald hat Park-Leiter Egidi einen Kooperationsvertrag mit dem Umwelt-Campus unterzeichnet. Von red

Im Mai 2015 wurde der Nationalpark Hunsrück-Hochwald feierlich eröffnet, und seitdem haben sich vielfältige Kooperationen zwischen dem Nationalpark und dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier etabliert.


Mit der Unterzeichnung des offiziellen Kooperationsvertrags drei Jahre später wird nun ein formaler Rahmen geschaffen, der diese Zusammenarbeit bekundet und weiter fördern soll. Ein Baustein dazu wird der Neubau des Nationalpark-
amt-Gebäudes auf dem Gelände des Umwelt-Campus. Dabei werden die Grundsätze und Konzepte zum nachhaltigen Bauen verfolgt.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung, in Anwesenheit der verantwortlichen Ministeriumsvertreter, unterstreiche die besondere Bedeutung des Projekts. Der Leiter des Nationalparks, Dr. Harald Egidi, begrüßte mit Hochschulpräsident Professor Norbert Kuhn die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen), den Wissenschaftsminister Professor Konrad Wolf (SPD) und den Umwelt-Staatssekretär des Saarlandes, Roland Krämer (SPD).



Wolf lobte die Zusammenarbeit: „Diese Partner gehören zusammen: der Nationalpark und der Umwelt-Campus Birkenfeld. Ich freue mich, dass die enge Kooperation inzwischen so viele Früchte trägt.“ Lehrende, Forschende und Studierende fänden dort hervorragende Bedingungen vor. Dazu Wolf: „Der Umwelt-Campus erzielt seine hohe Innovationskraft aus der intensiven Verzahnung von Praxis und Forschung. Dies kommt nun dem Nationalpark noch stärker zugute.“ Die räumliche Verbindung erhöhe zudem das Potenzial für weitere Projekte: „Ich freue mich daher, dass wir über den Hochschulpakt den gemeinsam genutzten Bau mit 1,5 Millionen Euro unterstützen können.“
Zu den weiteren gemeinsamen Interessen, die über diese Vereinbarung gestärkt und weiterentwickelt werden sollen, zählen die Bereiche Umwelt-Monitoring und die Entwicklung nachhaltiger regionaler Konzepte. Angestrebt werden eine enge Abstimmung und die gegenseitige Unterstützung durch den Datenaustausch, gemeinsame Veranstaltungen und Projekte, die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur. Beispielhaft zu nennen sind hier die Nationalparkakademie, die regelmäßig im Campus-Gebäude stattfindet, die Summer School mit dem Ziel, internationalen Teilnehmern Einblicke in die Grundlagen des Nationalparkmanagements sowie dem Nationalpark-Monitoring durch die Informationstechnik zu gewähren – oder auch das Projekt Enmosa (Energiemosaik Hunsrück-Hochwald).

Auch Umweltministerin Höfken ist begeistert: „Mit dem geplanten Neubau des Nationalparkamt-Gebäudes am Umwelt-Campus Birkenfeld und der gemeinsamen Nutzung der Räume wird die Zusammenarbeit zwischen den Partnern künftig buchstäblich sichtbar. Schon heute kooperieren das Nationalparkamt und der Umwelt-Campus zum Beispiel bei den Kinder-Klimaschutzkonferenzen. Mit der Kooperationsvereinbarung soll diese Zusammenarbeit verstetigt und vertieft werden.“ So würden sie etwa ihre wissenschaftlichen Daten zusammenführen und gemeinsam das Gewässermonitoring im Trauntal weiter vorantreiben. Zudem haben die Nationalpark-Ranger sowie Beschäftigten künftig die Möglichkeit, an den Qualifikationsangeboten der grünsten Hochschule in Deutschland teilzunehmen.

Auch der Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Saarland, Roland Krämer, lobte die gute Zusammenarbeit: „Das vertrauensvolle, gemeinsame Miteinander bei der Entstehung dieses Nationalparks prägt den Geist der Länderkooperation und findet seinen rechtlichen Niederschlag im gemeinsamen Staatsvertrag. Als saarländisches Umweltministerium haben wir sehr gute Erfahrungen mit der Umsetzung einer vor etwa zwei Jahren unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zur Nachhaltigkeit gemacht. Ich erwähne dies nur, weil ich mir daher sicher bin, dass auch die heute zur Unterzeichnung stehende Kooperationsvereinbarung der Auftakt zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Praxis sein wird.“

Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung haben die Teilnehmer noch das Gelände für den geplanten Holzneubau unterhalb des Kommunikationsgebäudes besichtigt.

Ehrengäste und Teilnehmer der Veranstaltung besichtigten das Gelände für den Neubau des Nationalparkamtes.
Ehrengäste und Teilnehmer der Veranstaltung besichtigten das Gelände für den Neubau des Nationalparkamtes. FOTO: Jannik Scheer