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Keine Angst vor der Hochschule

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie in der hinteren Reihe (von links): Christian Thomaser (Geschäftsführer StSS), Albert Ehl Schulleiter GaS), Wolfgang Lorenz (Projektleiter Studienpioniere am GaS). Foto: Meike Stein/Studienstiftung
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie in der hinteren Reihe (von links): Christian Thomaser (Geschäftsführer StSS), Albert Ehl Schulleiter GaS), Wolfgang Lorenz (Projektleiter Studienpioniere am GaS). Foto: Meike Stein/Studienstiftung FOTO: Meike Stein/Studienstiftung
Merzig. Sieben Schüler aus den Klassen 11 beziehungsweise 12 des Merziger Gymnasiums am Stefansberg sind nun Junior-Stpendiaten der Studien-Stiftung Saar. Workshops und Seminare sollen ihnen den Schritt an die Uni erleichtern. red

Die Studien-Stiftung Saar hat sieben neue Junior-Stipendiaten am Merziger Gymnasium am Stefansberg (GaS) ernannt. Dabei handelt es sich um angehende Studienpioniere, also angehende Studierende, deren Eltern keine Hochschule besucht haben. "Die Wahrscheinlichkeit, ein Hochschulstudium aufzunehmen, ist bei Kindern aus Akademikerhaushalten drei Mal so hoch wie bei Arbeiterkindern", sagte Christian Thomaser, Geschäftsführer Studien-Stiftung Saar. "Das wollen wir ändern. Mit dem Projekt ‚Junior-Stipendiaten" setzen wir uns für mehr Bildungsgerechtigkeit ein."

Die neuen Junior-Stipendiaten, die die Klassen 11 beziehungsweise 12 des GaS besuchen, werden künftig an Workshops und Seminaren der Studien-Stiftung Saar teilnehmen, die den Schritt an die Hochschulen erleichtern. Dazu gehören spezielle Informationsangebote für Schülerinnen und Schüler, die Teilnahme an Veranstaltungen für studentische Stipendiaten sowie auf Wunsch auch persönliche Beratung. Drei weitere Junior-Stipendiaten des GaS gehen in diesem Jahr bereits ins zweite Jahr der Förderung durch die Stiftung.

"Zu wissen, dass ich Unterstützung bekomme, nimmt mir die Angst vor dem Schritt an die Hochschule", meinte Junior-Stipendiatin Jessica Bloise. "Die Stiftung steht hinter mir, und auch die Stipendiaten, die bereits studieren, können mir viele Tipps geben."

Für Schulleiter Albert Ehl, selbst Studienpionier, ist die Kooperation mit der Studien-Stiftung Saar ein wichtiger Schritt zur Vernetzung von Schule und Hochschule: "Talente müssen die Chance bekommen, ihre Begabung zu entfalten. Deshalb bauen wir Brücken an den entscheidenden Stellen von Bildungsbiografien: von der Grundschule aufs Gymnasium und vom Gymnasium an die Hochschule." Wichtig sei, den Schülern den Rücken zu stärken: "Ich hatte auch Bammel vor dem Schritt an die Uni. Doch ich habe es geschafft, und diese Chance sollen auch meine Schüler bekommen."

Die Studien-Stiftung Saar arbeitet derzeit mit drei Partnerschulen in Merzig, Dillingen und Saarbrücken zusammen. Zum kommenden Jahr soll das Angebot im Schulbereich ausgebaut werden. Dann werden sich Studienpioniere aus dem ganzen Saarland um eine Förderung bewerben können. Zusätzlich werden zum Wintersemester zahlreiche neue Stipendien für Studierende an den fünf saarländischen Hochschulen ausgeschrieben.

www.studienstiftungsaar.de

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