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Junge und alte Ideen für Homburg

In themengebundenen Tischrunden wurden im Homburger Forum gestern Perspektiven für ein Miteinander von Jung und Alt diskutiert. Foto: Thorsten Wolf
In themengebundenen Tischrunden wurden im Homburger Forum gestern Perspektiven für ein Miteinander von Jung und Alt diskutiert. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Was sind die Bedürfnisse und Wünsche der älteren und jüngeren Bürger? Um diese Frage ging es bei der Veranstaltung „Dialog der Generationen“, die gestern im Homburger Forum Raum für Austausch und Diskussionen bot. Über 100 Bürger kamen und redeten mit. Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Wer könnte besser Lösungen für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Jung und Alt finden als Jung und Alt selbst? Wahrscheinlich niemand. So war der "Dialog der Generationen", der gestern im Homburger Forum stattfand, als Auftakt für einen dauerhaften Austausch über Altersgrenzen hinweg gedacht. Initiiert von Christel Steitz, der Seniorenbeauftragten der Stadt, und dem Amt für Frauen, Jugend, Senioren und Soziales war der gestrigen Nachmittag Diskussionraum für deutlich mehr als 100 Bürger aller Altersgruppen. Unter ihnen: Saarlands Sozialminister Andreas Storm.

Gleich zu Beginn der Dialogveranstaltung betonte Storm die hohe Bedeutung des Generationenausgleichs für das Saarland. "Bei uns ist, im Vergleich zu allen anderen westdeutschen Bundesländern, der demographische Wandel am weitesten fortgeschritten." Auf diese besonderen Herausforderung gelte es zu reagieren, so Storm, und das vor dem Hintergrund der Frage "Was sind die Bedürfnisse und Wünsche der älteren und jüngeren Generationen."

Genau das stand dann auch im Zentrum der Dialogveranstaltung. Anhand der Einzelthemen "Sorgende Gemeinschaft", "Wohnen", "Mobilität", "Freizeit und Kultur" sowie "Hilfen, Informationen, Serviceleistungen für Bürgerinnen und Bürger" gingen die Teilnehmer des Nachmittags der Frage auf den Grund "Wie wollen wir in Homburg miteinander Leben?" In wechselnden und moderierten Gesprächsrunden wurden Vorschläge diskutiert und gesammelt. Mit dabei als Moderator auch Andreas Storm, der über die ganze Veranstaltung hinweg präsent war. "Dieses Thema ist für mich eine Herzensangelegenheit", hatte der Sozialminister schon gleich zu Beginn seinen zeitlich ausgedehnten Einsatz begründet.

Doch nicht nur in den Tischgruppen wurde diskutiert, auch abseits fanden sich Gesprächsrunden zusammen. So schenkte Homburgs Urgestein Willi Caster drei Jugendlichen sein Ohr. Und die hatten einiges zu erzählen. "Uns fehlt hier in Homburg vor allem ein Bolzplatz und abseits der klassischen Kneipen auch eine freundliche Tanzbar", erzählte Nico Koch. Der Veranstaltung selbst stellten er und seine Freunde Nikolas Winter und Simon Piazolo ein gutes Zeugnis aus. Nikolas Winter: "Natürlich gibt es Themen, die uns nicht so interessieren. Aber gerade im Bereich Kultur und Freizeit kann man eigene Idee einbringen." Blieb die Frage, ob das Engagement der drei über den gestrigen Tag hinaus gehe? Simon Piazolo nickte. "Ich würde gerade wegen den Themen Freizeit und Kultur an einer weiteren Veranstaltung teilnehmen."

Am Ende aller Diskussionen fanden sich zahlreiche Wünsche auf Schautafeln wieder, so der nach generationengerechter Stadtplanung oder grundlegender Barrierefreiheit. Doch kann aus einem solch vielseitigen Wunschkatalog am Ende in Teilen Realität werden? Rüdiger Schneidewind, der zuständige hauptamtliche Beigeordnete, zeigte sich mit Blick auf schon laufende Projekte da durchaus zuversichtlich. Er machte aber auch klar: "Wir müssen jetzt im ständigen Kontakt bleiben."

Zum Thema:

Auf einen BlickMit der Auftaktveranstaltung zum "Dialog der Generationen" sollten gestern unter speziellen Themenvorgaben erste Antworten auf die Frage "Wie wollen wir in Homburg miteinander leben?" gegeben werden. Die in Gesprächrunden erarbeiteten und im Anschluss qualitativ bewertenen Vorschläge sollen nun als Handlungsempfehlungen in die aktuellen und mittelfristigen Planungen der Politik auf kommunaler Ebene und im Land einfließen. thw