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Junge Filmemacher zeigen ihre Sicht auf Rassismus

Saarbrücken. Rassismus hat viele Gesichter. Wie sich dieses Phänomen äußert und bekämpft werden kann, das zeigen junge Saarländer in Kurzfilmen. Die besten Werke wurden nun in Saarbrücken prämiert. bera

Die Studien-Stiftung Saar und das Saarbrücker Café Exodus hatten erstmals anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWGR) den Sonderwettbewerb "Bandsalat - I have a dream" ausgeschrieben. Dabei wurden die besten Kurzfilme zum Thema Rassismus gesucht. Eine vierköpfige Jury prämierte am Freitagabend in der Saarbrücker Camera Zwo vor mehr als 200 Gästen in zwei Kategorien die besten Kurzfilme aus insgesamt 15 Einsendungen.

Unter den Studenten-Filmen zeichnete die Jury den Filmclip "One Nation" aus. Filmemacherin Anna Makarova zeigt darin junge Tänzer in Aktion. Obwohl alle Akteure im Film aus unterschiedlichen Ländern kämen, sei der Tanz das verbindende Element, erklärte die 19-Jährige. Der zweitbeste Studenten-Film "Open up your world" von Diego Núnez überzeugte laut Jury "durch seine ungewöhnliche Herangehensweise an das Thema Rassismus". Mit einer Prise Humor gelang es dem Film anhand von Biersorten zu vermitteln, dass nicht die Hautfarbe entscheidend ist, sondern allein die inneren Werte.

Zum besten Kurzfilm in der Kategorie Schüler/Azubis wurde "Gesellschafts-Spiegel 2014" von Niklas Bauer gekürt. In ihrer Laudatio unterstrich die Jury, dass es dem Nachwuchsfilmer gelungen sei, auf sympathische Weise "eine Momentaufnahme der heutigen Zeit mit unterschiedlichen Menschen" zu zeigen. In dem Kurzfilm berichten Menschen aus verschiedenen Ländern über ihre Alltagserfahrungen mit Rassismus. Den zweiten Platz teilten sich der Film "Weiß auf schwarz" von Annika Müller und "Vorurteile - Rassismus im Schulalltag" von der Klasse 9e des Gymnasiums am Stefansberg in Merzig. Letzterer erhielt auch den Publikumspreis des Film-Wettbewerbs.