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Gemeinderat
Jäger zahlen weniger Hundesteuern

Jagdhunde unterstützen Jäger bei ihren Aufgaben.
Jagdhunde unterstützen Jäger bei ihren Aufgaben. FOTO: dpa / Felix Kästle
Nohfelden. Nohfelder Gemeinderat beschließt Vergünstigung für Diensthunde in der Gemeinde. Von Melanie Mai

Knapp wie selten fiel diese Abstimmung im Nohfelder Gemeinderat aus: 14 zu 13. Damit hat der Rat Steuervergünstigungen für das Halten von Jagdhunden beschlossen. Hintergrund ist, dass der Rat im Dezember des vergangenen Jahres eine neue Hundesteuersatzung verabschiedet hat. In der vorherigen Satzung war eine Steuer-Befreiung für die Diensthunde von Jagdpächtern verankert. In der neuen Satzung jedoch nicht. Ganz einfach, weil es sich, so Bürgermeister Andreas Veit (CDU) um eine übernommene Mustersatzung handele.  Also seien Jagdpächter auf die Verwaltung zugekommen mit der Frage, ob das nicht wieder geändert werden könne. Veit steht dem positiv gegenüber: „Schließlich ist das ja nicht nur ein Hobby, die Jagdpächter vertreten ja auch öffentliche Interessen.“ Vorgesehen ist, dass pro gemeinschaftlichen Jagdbezirk vier Hunde angemeldet werden können. 40 Euro pro Hund könnten dann erstattet werden. Das gelte auch für Hundebesitzer, die außerhalb der Gemeinde wohnen, aber im Nohfelder Land die Jagd ausüben.


Die SPD sieht das anders.  Für sie ist die Jagd und das Halten von  Diensthunden doch eher ein Hobby, wie es SPD-Sprecher Eckhard Heylmann ausdrückt. Daher lehnt die Fraktion geschlossen den Vorschlag ab. Michael Dietz von der CDU sieht hingegen das öffentliche Interesse, die Jagd sei „kein Hobby wie jedes andere“.

Heike Kugler (Linke) regt an, die Sache befristet anzugehen und in ein bis zwei Jahren noch einmal zu schauen, ob sie praktikabel ist.