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Gemeinsam für mehr Gesundheit

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zur Kampagne „Das Saarland lebt gesund“ durch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Gesundheitsminister Andreas Storm und LAGS-Geschäftsführer Franz Gigout tritt der Kreis Merzig-Wadern dem Verbund bei. Foto: Rolf Ruppenthal
Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zur Kampagne „Das Saarland lebt gesund“ durch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Gesundheitsminister Andreas Storm und LAGS-Geschäftsführer Franz Gigout tritt der Kreis Merzig-Wadern dem Verbund bei. Foto: Rolf Ruppenthal FOTO: Rolf Ruppenthal
Merzig. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung steht nun auch der Landkreis Merzig-Wadern hinter der Gesundheits-Kampagne des Ministeriums. Durch gezielte Aktionen vor Ort soll bei den Bürgern das Bewusstsein für Gesundheit geschärft werden. Von SZ-Mitarbeiter Rolf Ruppenthal

Der Landkreis Merzig-Wadern ist dem Kooperationsverbund der Präventionskampagne "Das Saarland lebt gesund!" beigetreten. Gesundheitsminister Andreas Storm, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Franz Gigout, Geschäftsführer der Landes-Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland (LAGS), unterzeichneten hierzu die Kooperationsvereinbarung. Mit dem Landkreis Merzig-Wadern sind nun alle Landkreise und der Regionalverband Mitglieder der Kampagne. Mit der im Januar 2011 gestarteten landesweiten Kampagne "Das Saarland lebt gesund!" möchten das Gesundheitsministerium und die Landes-Arbeitsgemeinschaft das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung verbessern.

"Gerade im Hinblick auf den Demografischen Wandel und die damit verbundene Chance, älter zu werden und länger aktiv am Leben teilzuhaben, wird es immer wichtiger, die eigene Gesundheit präventiv zu schützen und zu stärken", erklärte Gesundheitsminister Andreas Storm bei der Urkunden-Unterzeichnung im Merziger Landratsamt.

"Die teilnehmenden Kommunen haben bereits mit zahlreichen Aktionen und Projekten vor Ort gezeigt", so der Minister weiter, "was ein solches Netzwerk bewirken kann." Um eine aktive Gesundheitsförderung zu betreiben, sei es wichtig, die Gesundheitsziele des Landes besser und stärker mit den Kommunen und Städten zu verzahnen. Gesundheitsförderung dürfe keine Einmalaktion bleiben. Sie lebe von der frühzeitigen Prävention und Kontinuität im Handeln - im Gemeinwesen und dem direkten Lebensumfeld der Menschen.

In den Kommunen wurden Lenkungsgruppen gebildet; diese legen die Arbeitsschwerpunkte vor Ort fest und steuern die Aktivitäten.

Die Kommunen engagieren sich auch in den Handlungsfeldern gesunde Ernährung, Bewegung im Alltag, Kampf gegen das Komatrinken, Krebsvorsorge (zum Beispiel Darmkrebs-Früherkennung), sowie Prävention von Alltagssüchten (Tabak, Alkohol und Medikamente). Bislang sind saarlandweit über 120 Mitglieder in den Lenkungsgruppen aktiv, es gibt mehr als 400 weitere Kooperationspartner. Die Internetseite verzeichnet über 40 000 Besucher im Monat. "Wir freuen uns auf den zukünftigen Austausch und die Zusammenarbeit mit den anderen Kooperationspartnern", betonte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich.

Das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zu stärken und die Gesundheit der Bürger langfristig zu fördern und nachhaltig zu schützen, ist nach ihren Worten oberstes Ziel. Sport und Sportförderung bilden dabei wichtige Schwerpunkte. Für den Spaß an Bewegung will sie schon die Kleinsten begeistern.

Daher veranstaltet der Landkreis in jedem Jahr das Knax-Sport- und Spielfest für alle Drittklässler, engagiert sich für einen qualitativ guten Sportunterricht in der Grundschule und leistet mit seiner Grundlagenausbildung für Trainer einen wichtigen Beitrag zum attraktiven Angebots in Sportvereinen.

Auf Grund der steigenden psychosozialen Erkrankungen und der Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Belegschaft steigt, gewinnt auch das betriebliche Gesundheitsmanagement an Bedeutung. Um das Angebot der Kreisverwaltung für die Mitarbeiter zu erweitern, wird in diesem Jahr ein Kooperationsvertrag mit dem Gesundheitszentrum Saarschleife in Orscholz abgeschlossen.

Wie Franz Gigout, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, ergänzte, haben die Kommunen der Kampagne das Entwicklungspotenzial erkannt. "Wenn wir uns austauschen und zusammenarbeiten", so Gigout, "gelingt es uns leichter, Lebensverhältnisse vor Ort gesundheitsförderlicher zu gestalten und die Bürger zu entsprechendem Verhalten motivieren."

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