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Weihnachtsmarkt
Gäste lieben die familiäre Atmosphäre

Der Türkismühler Weihnachtsmarkt lockte in diesem Jahr erstmals mit einer Modellbahn für Kinder.
Der Türkismühler Weihnachtsmarkt lockte in diesem Jahr erstmals mit einer Modellbahn für Kinder. FOTO: Eva Backes
Türkismühle. Klein ist er, der Weihnachtsmarkt in Türkismühle. Und vielleicht deswegen so beliebt: Rund 800 Gäste kamen vorbei.

Der kleine Lennard Fuchs und sein Freund Finn König blicken frech aus ihrem Wägelchen der Kinder-Modellbahn auf dem 39. Türkismühler Weihnachtsmarkt hervor. Wagemutig lehnen sie sich lachend hinaus, als diese in eine Kurve fährt. „Zum Glück fahren die Wagen ja nicht so schnell“, sagt Finns Mutter Mareen König und schmunzelt.


Die Duisburgerin ist eine von rund 800 Besuchern des Marktes. „Finn ist ein richtiger Eisenbahnfan, daher gefällt es ihm hier natürlich sehr gut“, erklärt die Mutter und lächelt. Aber auch sie selbst sei sehr begeistert vom Ambiente. „Es ist sehr gemütlich hier, weil der Weihnachtsmarkt eben etwas kleiner, aber dadurch gerade so familiär ist“, schwärmt König.

Auf einem Waldplatz gibt es an 16 liebevoll geschmückten Buden neben kulinarischen Köstlichkeiten auch Hand-  und Bastelarbeiten zu sehen. Standbetreiber sind sowohl Privatleute als auch der Freizeitclub, die Feuerwehr, die Schulstufe zwölf, die Heimatfreunde, die AG Ebertfest und die IG Nordsaar. „Neu ist in diesem Jahr unser Popcornstand und unsere Modellbahn, die wir von einem Kirmesbetreiber zur Verfügung gestellt bekommen haben“, erklärt Mitorganisator Ralf Hartmann. „Darauf sind wir sehr stolz“, schwärmt Freizeitclub-Vorsitzender und Mit-Organisator Thomas Schmeichler. „Wir freuen uns außerdem, dass sich so viele Ehrenamtliche für unseren Weihnachtsmarkt engagieren.“



Wichtig sei den Veranstaltern, dass für jeden Geschmack etwas geboten werde. „Für die Kleinen haben wir neben unserer Modellbahn auch den Besuch des Nikolaus auf dem Programm. Jedes Kind erhält bei Anbruch der Dunkelheit dann eine Geschenktüte mit Süßigkeiten“, berichtet Hartmann.Für die Jugend gebe es weiterhin einen Stand, an dem sie frisches Popcorn essen oder auch Luftballons ergattern können, während für die älteren Jugendlichen eine Apres-Ski-Bar bereit steht.

Für Ältere bieten beispielsweise Biertischgarnituren gute Sitzgelegenheiten, und sie können sich mit heißen Getränken und bei allerlei Köstlichkeiten stärken. Kreativ geht es schließlich an den Handwerksständen zu.

Neben Gestecken, Kerzen oder Karten thronen auch Holzarbeiten an einem großen Stand. Stolz präsentieren dort Katja Jakoby, ihr Sohn Dominik Jakoby und dessen Freundin Irina Stelmach ihre Kunstwerke. Ein bunter Schneemann reiht sich an ein Rentier oder so manche Nikolausfigur. „Er sägt immer und wir malen aus“, sagt Katja Jakoby und deutet lächelnd auf ihren Sohn. „Wir sitzen zwar immer sehr lange daran, aber es macht Spaß“, so die Wolfersweilerin.

Viel Liebe zum Detail haben auch Jessica Matthew, Angelina Matthew und Tina Buschauer bewiesen. An ihrem Stand bieten sie Textilarbeiten und Mosaike an. „Jessica macht die Mosaike und ich nähe“, erklärt Tina Buschauer, während sie sowohl mit Tiermotiven bestückte Mützchen und Schals zeigt, als auch Windlichter oder Laternen, die mit Steinen verziert sind.

„Unser Markt lebt einfach von der Vielfalt“, fasst Hartmann die Veranstaltung zusammen. Zudem wissen viele Besucher die besondere Lage zu schätzen. „Dadurch, dass wir den Markt hier im Waldbereich veranstalten, haben wir natürlich eine ganz andere Atmosphäre als andere Märkte“, beschreibt Hartmann. Vor allem abends wirke alles mit Beleuchtung in den Bäumen noch heimeliger.

„Außerdem haben wir hier den Vorteil, dass wir durch das Vereinsheim des Freizeitclubs am Waldplatz die Möglichkeit haben, dass es sowohl Toiletten, Strom, als auch genügend Parkplätze gibt. Das wissen unsere Besucher sehr zu schätzen“, lobt der Markt-Verantwortliche.

Idyllisch und gemütlich: Zum Türkismühler Weihnachtsmarkt gab es dieses Mal sogar ein wenig Schnee.
Idyllisch und gemütlich: Zum Türkismühler Weihnachtsmarkt gab es dieses Mal sogar ein wenig Schnee. FOTO: Eva Backes