| 20:10 Uhr

Fußball
Furioser VfL Primstal fährt ganz wichtigen Sieg ein

 Julian Scheid sorgte für den 3:2-Siegtreffer des VfL Primstal – nach 0:2-Rückstand.  Foto: Pesch
Julian Scheid sorgte für den 3:2-Siegtreffer des VfL Primstal – nach 0:2-Rückstand. Foto: Pesch FOTO: Pesch
Primstal. Fußball-Saarlandligist gewinnt nach acht Niederlagen in Serie wieder: 3:2-Erfolg nach 0:2-Rückstand gegen Ottweiler-Steinbach. Von Frank Faber

Atemberaubend: Fußball-Saarlandligist VfL Primstal drehte am Mittwoch die Partie gegen FSG Ottweiler-Steinbach nach einem 0:2-Rückstand in der Schlussphase noch und feierte am Ende einen 3:2-Sieg. „Es fällt eine riesige Last von mir ab“, konnte Innenverteidiger Steffen Haupenthal nach Schlusspfiff den Erfolg kaum in Worte fassen. Nach acht Pleiten am Stück feierte der VfL wieder den ersten Dreier.


„Geil, es war ein richtiges Kampfspiel – und wir haben verdient gewonnen“, jubelte Jonas Caryot. Vor nur 50 Zuschauern begann die Partie für die zuletzt ohnehin gebeutelten Primstaler denkbar schlecht. Zwei verlorene Zweikämpfe, hinten offen und unsortiert – schon stand es 0:1. Sahbaz Husic traf bereits in der zweiten Minute für die Gäste. Der klar bessere VfL scheiterte anschließend mehrfach an FSG-Schlussmann Sascha Seiwert – oder wie Haupenthal mit einem Freistoß an der Latte (20.).

 Nach dem Wechsel schaute Primstals Defensive nach einem Einwurf nur zu, und Benjamin Veith schoss aus zehn Metern den Ball zum 2:0 ins Tor (52.). Würden die Gastgeber nun einbrechen? Nein, die Antwort folgte prompt – und beeindruckend. Schon im Gegenzug verkürzte Caryot auf 1:2 (54.). Es folgte Einbahnstraßenfußball in Richtung Gäste-Tor – und das mit Erfolg. Von Haupenthals Hinterkopf prallte die Kugel in der 74. Minute zum 2:2 ins Netz. Kapitän Marc Pesch knallte daraufhin vor Freude das Leder in den Abendhimmel und kassierte die Ampelkarte. „Auch mit zehn Mann hatten wir hinten aber alles im Griff. Ottweiler hat keinen Ball mehr auf unser Tor geschossen“, sagte Schlussmann Simon Holz.



Acht Minuten vor dem Abpfiff schlugen dann die Einwechselspieler zu: Sebastian Cullmann rauschte über die rechte Seite nach vorne und seine flache Hereingabe beförderte Julian Scheid zum 3:2 in den Kasten. „Gewonnen, alles andere ist egal“, meinte der völlig ausgepumpte Haupenthal. 20 Zähler hat der VfL nun auf dem Konto und belegt Platz 13 in der Tabelle. Am Samstag, 16 Uhr, geht es zum Oberliga-Absteiger FV Eppelborn, der mit 30 Punkten den neunten Rang einnimmt.