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Gemeinderat
Statt Freizeitanlage kommt nun  ein Heizkraftwerk

Nohfelden. Neunkirchen/Nahe soll Bio-Energiedorf werden (wir berichteten). Dafür müssten drei weitere Hürden genommen werden, erklärte Bürgermeister Andreas Veit (CDU) während der jüngsten Gemeinderatssitzung. Von Melanie Mai

Zum einen müsste ein Großabnehmer gefunden werden, der sich an das Nahwärmenetz anschließen lässt. Laut Veit habe die Caritas-Trägergesellschaft in Saabrücken signalisiert, dass das Seniorenhaus dieser Großabnehmer sein könnte. Außerdem müssten Investor und Betreiber gefunden werden. Außerdem hofft die Gemeinde - und das ist der dritte Punkt - auf öffentliche Zuschüsse seitens des Wirtschaftsministeriums. „Wir sind kurz davor, alle Hürden zu nehmen“, freut sich Veit.


Daher gelte es, nun schon einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen, „damit wir keine Zeit verlieren“. Angedacht ist, die Heizzentrale dort zu errichten, wo derzeit ein Containerplatz eingerichtet ist – nördlich der Freizeitanlage. Dort gibt es bereits einen Bebauungsplan. Allerdings zum Thema Tourismus und Freizeit. Diesen Bebauungsplan hob der Rat nun auf, beschloss die Teiländerung des Flächennutzungsplanes, stimmte für die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes und vergab den Auftrag für die Entwurfsplanung. Alle Beschlüsse waren einstimmig.

„Ich bin froh, dass es zu diesen Beschlüssen gekommen ist“, sagte dazu der SPD-Fraktionsvorsitzende Eckhard Heylmann. Diese seien richtungsweisend für andere Orte und Neubaugebiete. Auch sein Gegenüber von der CDU, Michael Dietz, hält das Bio-Energiedorf für ein „vorbildliches Projekt“. Eines, das zum großen Teil dem Engagement der Bürger zu verdanken sei. Daher sei es ein Projekt „aus der Mitte der Bürger“.