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Freie Bahn für den Mornellregenpfeifer

Seltener Gast, der aber hier gesichtet wurde: der Mornellregenpfeifer. Foto: Sebastian Münster
Seltener Gast, der aber hier gesichtet wurde: der Mornellregenpfeifer. Foto: Sebastian Münster FOTO: Sebastian Münster
Perl. Die Fraktionen im Perler Gemeinderat haben Bereiche, auf denen sich Windräder drehen sollen, reduziert. Für den Mornellregenpfeifer machten sie einen Flugkorridor vom Renglischberg zum Schneeberg frei. Von SZ-RedakteurinMargit Stark

Der Mornellregenpfeifer wird auch künftig bei seiner Rast im Dreiländereck freie Bahn zwischen dem Renglischberg bei Perl und Mettlach und dem Schneeberg in Lothringen haben. Auf Hinweis des Landesamtes für Arbeit- und Umweltschutz hat der Perler Gemeinderat in seiner Sitzung beschlossen, den Korridor für den Wintergast aus dem Norden als verbindlich zu übernehmen, sagt Perls Bürgermeister Bruno Schmitt. Neben diesem Terrain hat der Rat nach Worten des Verwaltungschefs den Rotstift angesetzt. Damit machte sich die Mehrheit der Fraktionen in der Ratssitzung den Grundsatz der Christdemokraten zu eigen. "Nicht so viel Windenergie wie möglich, wie es die Planer wollen, sondern so viel Windkraft wie nötig", wie CDU-Fraktionschef Ernst-Rudolf Ollinger es formuliert. Dabei handelt es sich um eine Fläche nahe Borg, eine an der Grenze zu Faha und ein Gebiet bei Oberleuken nahe Kirchenfels auf Mettlacher Bann. Die Gründe, warum die Areale aus dem Flächennutzungsplan entfernt wurden, haben nach seinen Worten unterschiedlich. So soll mit der Streichung des Terrains westlich von Borg vermieden werden, dass die Landschaft zerschnitten wird. Derweil erschien der Standort zwischen Oberleuken und Mettlach der Mehrheit der Fraktionen zu gering. "Wir sind damit der Empfehlung des Städte- und Gemeindetages gefolgt, der erst dann von einer Konzentrationszone redet, wenn mindestens drei Windräder gebaut werden können. Hier wäre nur Platz für eins." Den Einwand des Verwaltungschefs und des Planers, die Gemeinde Mettlach beabsichtige, in unmittelbarer Nähe weitere hochzuziehen, lässt der Christdemokrat nicht gelten: "Ich kenne diese Pläne nicht" - ein Argument, dem sich die Mehrheit des Rates bei seinem Ja zu dem reduzierten Flächennutzungsplan anschloss. Wie viele Räder insgesamt in Zukunft in der Gemeinde an der Obermosel Strom liefern werden, vermag er im Moment noch nicht zu sagen. Fest steht für ihn und seine Fraktionskollegen: Wir wollen eine Umweltverträglichkeitsprüfung."

Nach Darstellung des Verwaltungschefs liegen zurzeit zehn Anträge dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) zur Bearbeitung vor - neun der Firma Juwi, die sich anschickt, Windräder nahe des Potsdamer Platzes hochzuziehen und einen Antrag für einen Timbertower. Diesen Holzturm, der nach dem Baukastenprinzip aufgebaut wird, sieht Familie Kohl nach Aussagen von Schmitt nahe des Peterhofes auf dem Renglischberg vor. "Jetzt wird nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz geprüft", sagt der Verwaltungschef.

Das LUA klopft nun ab, ob Umwelteinwirkungen von den Anlagen ausgehen. Ernst-Rudolf Ollinger indessen zieht den Flächennutzungsplan einer BimSch-Genehmigung vor. "Bei BimSch hat die Gemeinde nur das Recht, eine Stellungnahme abzugeben, bei einem Flächennutzungsplan hat sie die Fäden ganz in der Hand."